Profi-Radsport

Kritik an UCI und Fahrergewerkschaft

Zabel: Später WM-Termin ist eine Katastrophe

22.09.2006 - (sid) - Erik Zabel hat vor seinem Start bei der Rad-WM in Salzburg heftige Kritik am Weltverband UCI und der Fahrergewerkschaft geübt. "Der WM-Termin Ende September ist eine Katastrophe. Aber die UCI zeigt in dieser Hinsicht wenig Interesse für die Belange der Fahrer und auch die Fahrergewerkschaft mit dem Präsidenten Francesco Moser tut nicht viel für uns", sagte der 36 Jahre alte Team-Kapitän, der am Sonntag im Straßenrennen für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) an den Start gehen wird.

Ideal wäre nach Zabels Ansicht ein Termin Anfang August, wie es ihn bis vor zehn Jahren noch gab. "Natürlich ist dieser Zeitraum im Radsport-Kalender voll mit anderen Rennen, aber keines davon ist so wichtig wie die Weltmeisterschaft", so der Vize-Weltmeister von 2004 und WM-Dritte von 2002.

Auch die Organisatoren der Titelkämpfe 2007 in Stuttgart (25. bis 30. September) sparte Zabel bei seinem Rundumschlag nicht aus. "Wenn ich die geplante Streckenführung für die nächste WM sehe, kann ich nur sagen, da hätte mal jemand die Fahrer fragen sollen. Wenn ich mitzureden hätte, würde die Strecke nicht so verlaufen."

Am Donnerstagabend hatte das Stuttgarter Organisationskomitee im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung unter anderem den Kurs für das nächstjährige Straßenrennen vorgestellt. "Da gibt es zum Beispiel eine Abfahrt kurz vor dem Ziel, auf der es schon im Verlauf einer Deutschland-Touretappe mächtig gerappelt hat. Es wäre wünschenswert, wenn dazu auch mal wir Fahrer gefragt würden."