Profi-Radsport

"Anhaltspunkte für Anfangsverdacht"

Neues Verfahren gegen Ullrich eröffnet

24.09.2006 - Berlin (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Radprofi Jan Ullrich wegen des Verdachts der falschen Versicherung an Eides statt eingeleitet.

Dies bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaften Hamburg gegenüber der ARD. «Es gibt zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für einen Anfangsverdacht», erklärte Sprecher Rüdiger Bagger.

Auslöser des neuen Ermittlungsverfahrens ist Dopingaufklärer Werner Franke, der bei der Hamburger Staatsanwaltschaft Anfang September Strafanzeige gegen Ullrich gestellt hatte. Der Heidelberger zweifelt Ullrichs Erklärung an, er habe nicht 35 000 Euro für Dopingmittel an den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes bezahlt.

Einen ersten Rechtsstreit vor dem Hamburger Landgericht gegen Werner Franke hatte Ullrich indes in erster Instanz gewonnen. Franke darf nach einem Urteil der Pressekammer nicht mehr behaupten, der unter Dopingverdacht stehende Ullrich habe in einem Jahr Fuentes 35 000 Euro zur Anschaffung von illegalen Substanzen bezahlt. Franke hatte dies in einem TV-Interview gesagt und sich dabei auf Ermittlungsakten aus Spanien berufen.

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