Profi-Radsport

BDR-Team bestimmte die WM

Pech am Ende! Auch Wegmann und Schumi stark

24.09.2006 - (sid/Ra) – Olympiasieger Paolo Bettini holte nach einem fulminanten Endspurt nach seinem Olympiasieg 2004 auch Gold bei der WM in Salzburg vor Erik Zabel und dem Spanier Alejandro Valverde. Dabei war die Schlussrunde an Spannung kaum zu überbieten!

Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn Fabian Wegmann in der Spitzengruppe kurz vor der Entscheidung nicht von einem Defekt gestoppt worden wäre. „Mein Rad blockierte und ich musste anhalten. So konnte ich Ete im Endspurt nicht helfen“, war der Gerolsteiner hinterher zerknirscht.

Eine starke Leistung lieferte auch Stefan Schumacher ab. Der Nürtimger attackierte ständig und versuchte zweimal mit Alexander Winokurow aus der Sptzengruppe auszubrechen. Doch ihre Attacken blieben erfolglos geblieben.

"Wir können mit dem Rennen hoch zufrieden sein. Stefan und Fabian haben alles wie geplant gemacht und der zweite Platz von Erik ist sensationell", erklärte Christian Henn als sportlicher Leiter der BDR-Mannschaft.

Nachdem über weite Strecken des Rennens eine Ausreißergruppe um den Erfurter Stephan Schreck mit bis zu 15 Minuten Vorsprung an der Spitze gelegen hatte, wurden die Karten in der vorletzten von zwölf Runden wieder neu gemischt. Die bis dahin führenden 25 Fahrer wurden vom Feld geschluckt und immer neue Attacken bestimmten fortan das Renngeschehen.

Anfangs versuchten es Olympiasieger Bettini und der Freiburger Fabian Wegmann, die jedoch wieder geschluckt wurden. Zu Beginn der letzten Runde lagen dann Gerolsteiner-Fahrer Davide Rebellin (Italien), der Schweizer David Lösli und der Franzose Sylvain Chavanel in Front. Doch auch dieses Trio hielt sich nicht lange an der Spitze. In der letzten Abfahrt 6km vor dem Ziel fuhr dann eine 40-köpfige Gruppe wieder zusammen, die geschlossen die Zielgerade erreichte.

Zum achten Mal in Folge fiel die WM-Entscheidung damit im Massensprint. Zuletzt war 1998 in Valkenburg im Schweizer Oscar Camenzind ein Ausreißer erfolgreich. Die beiden einzigen deutschen Weltmeister bleiben Rudi Altig (1966) und Heinz Müller (1952).

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