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26.09.2006 - (Ra) - Zwischen den Organisatoren der Großen Rundfahrten und der UCI häuft sich neuer Konfliktstoff auf. Der Internationale Radsportverband will sich mit aller Macht dafür einsetzen, die dreiwöchigen Rundfahrten zu verkürzen, falls der jüngst in Auftrag gegebene Bericht einer Untersuchungskommission das empfehlen sollte.
Die UCI hatte im Rahmen der WM in Salzburg angekündigt, dass ein Gremium unabhängiger Wissenschaftler die großen Radrennen, vor allem aber den Giro, die Tour und die Vuelta über eine ganze Saison hin begleiten und einer genauen Prüfung unterziehen würde. Die Ergebnisse der Studie sollen dann als Grundlage für Empfehlungen an den Radsport dienen.
„Wenn uns nahe gelegt werden sollte, Änderungen bei den drei großen und bei anderen Rundfahrten vorzunehmen, dann werden wir das diskutieren“, sagte UCI-Präsident Pat McQuaid der Nachrichtenagentur Associated Press. „Wenn Veränderungen notwendig sind, dann werden wir sie vornehmen.“ Die Forderung nach Verkürzung der großen Landesrundfahrten erhält im Zusammenhang mit der Dopingproblematik eine besondere Brisanz. Viele Kritiker sind überzeugt, dass die Strapazen dieser Rennen Doping geradezu herausfordern würden. Gegen diese Annahme spricht allerdings, dass etwa auch der Bahnradsport emsprechende Skandale hat.
Ein weiterer, von der UCI veröffentlichter Bericht über die vergangenen beiden Jahre kommt beim Dauerthema Doping zu einem deprimierenden Ergebnis. Danach hätte es 2005/2006 keinerlei Fortschritt im Antidoping-Kampf gegeben. Ein Armutszeugnis für die UCI, auf die noch viel Arbeit zukommen wird, wenn dem Radsport zu mehr Glaubwürdigkeit verhelfen möchte.
Quelle: cyclingnews.com
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