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29.09.2006 - Das Thema Doping hat den Radsport weiterhin fest im Griff. Regelrechte Schreckensmeldungen kommen jetzt aus Südafrika. Dort hat der ehemalige Bahnradfahrer Shawn Lynch nach eigener Aussage sogar Kindern die Einnahme von Dopingmitteln empfohlen.
Wie der selbst zwei Mal wegen Dopingvergehen gesperrte Lynch in einer Fernsehsendung gestand, beriet er regelmäßig andere Sportler, wie sie von unerlaubten Mitteln am besten Gebrauch machen könnten. Zu seinen „Klienten“ gehörten nach eigener Aussage aber aber auch Kinder.
,,Es ist ja nicht so, dass ich die Kinder gefesselt habe und ihnen dann gegen ihren Willen etwas verabreicht habe“, so Lynch. ,,Die Eltern kamen zu mir und baten mich um Hilfe.“ Diese „Hilfe“ bestand unter anderem aus Steroiden, Wachstumshormonen und Epo.Weiterhin offenbarte Lynch, dass er zu seiner Aktivenzeit von einem Offiziellen des Radsportverbandes immer rechtzeitig vor Dopingtestes gewarnt worden war. ,,Die Herausforderung für mich war es, immer einen Schritt vor den Dopingkontrolleuren und –fahndern zu sein“, gab Lynch zu. Außerdem verkaufte er in Europa Dopingsubstanzen. An wen, wurde nicht bekannt.
Der Präsident des Südafrikanischen Radsportverbandes, Lawrence Whittaker, reagierte auf diese Aussagen umgehend und ließ über eine Pressemitteilung verlauten, dass der Verband den Gebrauch von Doping nicht tolerieren würde. ,,Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um dieses wachsende Übel, das die Zukunft unseres Sports bedroht, auszurotten.
Um das Doping zu bekämpfen, zieht Whittaker nun sogar den Einsatz eines Lügendetektors in Erwägung. Jeder Fahrer, der sich diesem Test auf freiwilliger Basis unterzieht, soll ein Bändchen bekommen. ,,Die Fahrer, die den Test nicht machen wollen, werden auffallen und sich genötigt fühlen, ihn doch durchzuführen, oder sie werden ihre Karriere beenden“, so die zweifelhafte Hoffnung von Whittaker.
Quelle: cyclingnews.com
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