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15.01.2007 - (sid/Ra) – Die letztinstanzliche Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts hat im Fall Hondo das Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt und die Hoffnungen des 32-jährigen Sprinters auf eine Rehabilitation enttäuscht. Der letztlich erfolglose Gang durch die Instanzen dürfte Hondo zudem viel Geld gekostet haben. Er habe bislang rund 50.000 Euro in den Rechtsweg investiert, sagte der Wahl-Schweizer kürzlich. Zudem droht ihm die Rückzahlung sämtlicher 2006 erhaltenen Antritts- und Siegprämien.
Der in Ascona lebende Cottbuser hatte in der letzten Saison zahlreiche Rennen für das drittklassige Lamonta-Team bestritten, nachdem die Sperre wegen des laufenden Verfahrens zweimal ausgesetzt worden war. Für 2007 hat der Sprinter beim italienischen Continental-Rennstall Tinkoff unterschrieben. "Zum 1. April will ich auf jeden Fall wieder am Start sein", sagte er.
Davon geht auch sein Anwalt Michael Lehner aus: "Die Sperre kann nicht verlängert werden, das geht rechtlich nicht, denn das Verfahren ist abgeschlossen." Hondo könne mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein, meinte der Heidelberger, auch wenn man sich einen erfolgreichen Abschluss gewünscht hätte: "Immerhin hat er 2006 viele Rennen bestreiten und sich damit im Geschäft halten können."
Hondo war im März 2005 bei der Murcia-Rundfahrt zweimal positiv auf das verbotene Aufputschmittel Carphedon getestet worden. Sein damaliges Gerolsteiner-Team entließ ihn nach den B-Proben, der Schweizer Radsportverband sperrte ihn für ein Jahr bis Ende März 2006. Gegen dieses milde Urteil legten die Welt-Antidoping-Agentur WADA und der Radsport-Weltverband UCI Berufung vor dem Obersten Sportschiedsgerichtshof CAS ein, der die Sperre auf zwei Jahre verlängerte. Hondo stand der Weg vor das Bundesgericht offen, weil er seit langem seinen Wohnsitz in der Schweiz hat.
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