Wegen Doping-Querelen

McQuaid befürchtet Ausschluss von Olympia

19.01.2007  |  Berlin (dpa) - Die nicht endenden Doping-Diskussionen bringen den Radsport nach Meinung des Weltverbands-Präsidenten Pat McQuaid als olympische Sportart in Gefahr.

«Wenn wir so weitermachen, laufen wir Gefahr, in vier oder acht Jahren nicht mehr olympisch zu sein», sagte der UCI-Chef in einem Interview der «Welt». «Wenn das IOC morgen abstimmen müsste, gerade nach dem Fall des dopingverdächtigen Tour-de-France-Siegers Floyd Landis und der Affäre um Fuentes - ich möchte gar nicht darüber nachdenken», erklärte der Chef des Radverbandes weiter. Auch die Geduld der Sponsoren sieht McQuaid überstrapaziert: «Ich glaube nicht, dass sie einen weiteren Fall hinnehmen.»

Im lang anhaltenden Streit mit den Veranstaltern der drei großen Länder-Rundfahrten, die weitere klassische Rennen organisieren, bestätigte McQuaid eine bevorstehende Klage der UCI vor der EU-Wettbewerbs-Kommission. «Die Veranstalter von Giro, Tour und Vuelta haben unserer Ansicht nach ein Kartell gebildet und missbrauchen ihre dominante Position innerhalb des Radsports. Die drei Touren beziehen 60 Prozent aller Einnahmen innerhalb des Radsports. Sie wissen um ihre Stellung, wollen sie nicht verlieren und blocken daher jede Entwicklung außerhalb ihrer Veranstaltungen», sagte der Ire.

Seit der Einführung der ProTour vor zwei Jahren, in der die wichtigsten 27 Rennen des Jahres zusammengefasst sind, schwelt der Konflikt. Die Veranstalter der Rennen wollen sich bei der Vermarktung oder Finanzierung ihrer Rennen nicht hereinreden lassen.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour du Faso (2.2, 000)
  • Vuelta a Guatemala (2.2, GUA)

Newsletter:

DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM