Cofidis-Dopingskandal

Französisches Gericht spricht Millar und Lelli frei

19.01.2007  |  Nanterre/Frankreich (dpa) - Der schottische Radprofi David Millar ist vom Strafgericht Nanterre bei Paris im Doping-Prozess gegen das Team Cofidis freigesprochen worden. Auch den früheren italienischen Radprofi Massimiliano Lelli sprach das Gericht von den Doping-Vorwürfen frei.

Millar war der Titel des Weltmeisters im Zeitfahren aus dem Jahr 2003 wegen Dopings aberkannt worden. Beide wurden freigesprochen, «weil es nicht gesichert ist, dass die ihnen vorgeworfenen Vergehen auf dem nationalem Territorium begangen wurden».

Seine sportrechtliche Strafe hatte Millar kurz vor Beginn der vergangenen Tour de France abgesessen. Der Schotte war nach einem Doping-Geständnis zu einer zweijährigen Sperre verurteilt worden - Polizisten hatten in seinem Haus gebrauchte Spritzen mit Resten des Blutdoping-Mittels EPO gefunden. Seitdem Millar wieder fahren darf, gilt er als selbst ernannter, drogenfreier Vorzeige-Profi. Seinen ersten Sieg nach der Sperre beim Vuelta-Zeitfahren in Cuenca feierte er selbst als den Beweis, «dass ich auch ohne Doping gewinnen kann».

Zu einer einjährigen Haftstrafe, davon neun Monate auf Bewährung, verurteilte das Tribunal in Nanterre dagegen den 51 Jahre alten früheren Teambetreuer Boguslaw Madejak. Sieben weitere Angeklagte erhielten Bewährungsstrafen von drei bis sechs Monaten auferlegt.

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