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28.01.2007 - (Ra) - Nach WADA-Chef Dick Pound hat nun auch Floyd Landis selber die Verschiebung des in Frankreich gegen ihn laufenden Doping-Verfahrens beantragt. Das meldete die "Los Angeles Times". In einer Bekanntmachung eines seiner Anwälte heißt es: „Wir glauben nicht, dass es in Floyd Landis’ Interesse ist, sich gleichzeitig in zwei Verfahren in zwei Ländern verteidigen zu müssen."
Der Toursieger von 2006 war bei der letzten Frankreich-Rundfahrt positiv auf Testosteron getestet worden, bestreitet aber nach wie vor gedopt zu haben. Gegen Landis läuft derzeit in den USA bereits ein Disziplinarverfahren. Eine erste Anhörung soll im März stattfinden. Auch die französische Anti-Dopingagentur (AFLD) hat ein Verfahren gegen den 31-jährigen US-Amerikaner eröffnet. WADA-Chef Pound hatte kürzlich die Verschiebung dieses Verfahrens gefordert. Erst solle das Disziplinarverfahren in den USA abgeschlossen sein. Die AFLD, die eine erste Anhörung für den 8. Februar angesetzt hat, hatte sich bisher in der Sache noch nicht zu Pounds Vorschlag geäußert, aber angekündigt, dass über die Frage der Aussetzung in der Anhörung im Februar gesprochen werde.
Die AFLD sei in ihrer Entscheidung souverän, wie ein Sprecher betonte. Mitentscheidend werde sein, welche Verteidigung Landis oder seine Anwälte vorbringen würden. Wie die „Los Angeles Times“ berichtete, werde Landis nicht in Paris erscheinen, sondern sich von einem Anwalt vertreten lassen.