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30.01.2007 - (Ra) – Tour-Direktor Christian Prudhomme lässt sich im Hinblick auf einen möglichen Start von Ivan Bassos bei der Tour de France weiterhin nicht in die Karten schauen. Prudhomme hält sich derzeit in Doha bei der Katar-Rundfahrt auf. Die Tour-Veranstalterin ASO organisiert auch das Rennen durch das arabische Emirat.
„Basso bei der Tour de France“? Ich weiß, dass sich alle Italiener dafür interessieren“, so Prudhomme zur Gazzetta dello Sport. „Es ist eine berechtigte Frage, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sie nicht beantworten. Wir werden sehen.“
Der Girosieger war 2006 wegen seiner möglichen Verwicklung in den spanischen Blutdopingskandal unmittelbar vor der Tour von seinem damaligen Team CSC suspendiert worden und hatte seinen Traum vom Double wegen Dopingverdacht nicht wahrmachen können. Obwohl der italienische Verband das Verfahren gegen Basso eingestellt hat, dämpft Prudhomme die Hoffnungen der Italiener. „Die Operacion Puerto ist noch nicht abgeschlossen“, so der Nachfolger von Jean-Marie Leblanc. „Ich habe nicht die Beweise, um das zu bestätigen, aber ich habe das Gefühl, dass es weitere Enthüllungen geben wird.“
Unzufrieden zeigte sich Prudhomme damit, dass sechs Monate nach dem Ende der Tour 2006 noch immer kein zweifelsfreier Sieger feststeht: „Es ist eine sehr schwierige Situation. Ich hoffe, dass vor dem Start der Auflage 2007 am 7. Juli in London mehr wissen werden. Ich glaube aber, dass wir im offiziellen Tourführer 2007 eine Stelle leer lassen müssen.“ Die dem Toursieger 2006 vorbehaltene nämlich.
Im vermeintlichen Dopingfall des Tour-Zweiten Oscar Pereiro vertritt Prudhomme dieselbe Auffassung wie die UCI. Die Spanier verdienten „höchstens einen Klapps, weil sie die Dokumente nicht rechtzeitig geschickt haben. Die UCI und wir beurteilen den Fall übereinstimmend. Die Geschichte wurde aufgebauscht.“ Pereiro hatte auf Nachfrage der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD versäumt, Atteste einzureichen, mit denen er die medizinische Notwendigkeit zur Einnahme des Asthmamittels Salbutamol hätte bestätigen können. Erst nachdem er die angeforderten Dokumente schließlich doch nachreichte, sprach auch die AFLD den Spanier vom Dopingverdacht frei.
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