"Ich bin enttäuscht von ihm"

Hinault nennt Ullrich einen Betrüger

31.01.2007  |  (sid) - Jan Ullrich sieht sich erneut mit Verbal-Attacken konfrontiert. Der unter Dopingverdacht stehende Ex-Weltmeister muss sich vom fünfmaligen Tour-de-France-Sieger Bernard Hinault schwere Vorwürfe gefallen lassen. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist er ein Betrüger. Es liegt an ihm zu beweisen, dass er nicht betrogen hat. Ich bin enttäuscht von ihm. Ich hätte nie gedacht, dass er so etwas machen könnte. Aber man will viel Geld verdienen, da sind alle Mittel recht", sagte Hinault in einem Interview mit der Wochenzeitschrift Sport Bild.

Hinault fordert Startverbot bei der Tour

Zugleich sprach sich der 52-Jährige nach momentaner Lage der Dinge gegen eine Starterlaubnis für Ullrich bei der kommenden Frankreich-Rundfahrt aus und sieht für ein hartes Vorgehen gegen Dopingsünder vor allem die Rennveranstalter in der Pflicht: "Die verdächtigen Fahrer sollen einen DNA-Test machen, erst dann dürfen sie antreten. Das gilt auch für Ullrich. Die Organisatoren müssen begreifen, dass sie keinen mehr starten lassen, der unter Verdacht steht". Ullrichs Anwälte hatten am Dienstag die Bereitschaft des Tour-Siegers von 1997 zur Abgabe einer monatelang verweigerten Speichelprobe signalisiert.

Hinaults Auffassung zufolge müssen die Fahrer zur Abschreckung grundsätzlich mehr unter Druck gesetzt werden. "Jeder Fahrer muss Angst davor haben, seinen Platz im Profi-Radsport zu verlieren, wenn er Mist baut. Lebenslange Sperren und Geldstrafen helfen. Das würde manchen zum Nachdenken bringen", sagte der als Repräsentant der Tour de France tätige Bretone.

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