Wüst: Chancen für Karriere-Fortsetzung «10 bis 20 Prozent»

08.01.2001  | 

Palma de Mallorca (dpa) - Radprofi Marcel Wüst sieht die Chancen auf die Fortsetzung seiner Karriere bei «10 bis 20 Prozent». Das sagte der 33-jährige Kölner Sprinter auf Mallorca, wo er mit leichtem Saison-Training begann. Wüst war am 11. August 2000 schwer gestürzt und muss als Folge um sein rechtes Augenlicht bangen.

«Auf dem lädierten Auge sehe ich nach wie vor fast nichts, es ist dunkel. Allerdings beginnt sich das Lid wieder zu heben. Ich kann hier auf Mallorca täglich leicht auf der Straße trainieren. Das geht auch in der Gruppe ganz gut. Ob ich noch einmal richtig Rennen fahren kann, wird sich herausstellen. Allerdings habe ich in meinem Alter nicht mehr lange Zeit», sagte Wüst, der im Februar zu einer weiteren, eingehenden Untersuchung ins Krankenhaus muss.

Der Festina-Fahrer, der im vergangenen Juli seine erste Tour-de-France-Etappe gewonnen und sich beim Auftakt-Zeitfahren das Bergtrikot erobert hatte, reist am Dienstag ins Trainingslager seines Teams auf das spanische Festland. «Dort werden wir auch konkreter über das Angebot meiner Mannschaftsleitung reden, eventuell in Zukunft im Management-Bereich bei Festina weiterzuarbeiten», erklärte Wüst, der auch «Angebote aus dem Radsport-Bereich von anderen Seiten» habe.

Im Februar wird Wüst ein weiteres Mal in der Uni-Klinik Köln, in der er mehrfach am Auge und im Gesicht operiert worden war, untersucht. Bei einem Kriterium in Südfrankreich war der Sprinter im vergangenen Sommer mit dem Gesicht auf einen Bordstein gestürzt und hatte sich Schädel- und Augenverletzungen zugezogen.

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