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"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
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25.02.2007 - Berlin/Madrid (dpa/Ra) - Zu seiner Pressekonferenz am Montag hat Jan Ullrich zwar zahlreiche Pressevertreter eingeladen – Fragen sind aber nicht zugelassen. Die will der unter Dopingverdacht stehende Toursieger von 1997 am gleichen Abend Reinhold Beckmann beantworten, in dessen Talkshow Ullrich zu Gast sein wird. In einem 75-minütigen Gespräch will er «erstmals im Fernsehen Stellung zu den Anschuldigungen» nehmen.
Die Anwälte Ullrichs hatten Einspruch gegen ein Rechtshilfeersuchen der deutschen Justiz eingelegt, das auch die Weitergabe der Blutbeutel aus dem Labor des im Mittelpunkt des Dopingskandals stehenden Mediziners Eufemiano Fuentes beinhaltete. Die Anwälte argumentierten, dass dies die Grundrechte ihres Mandanten verletzen würde. «Juristische Nebelkerzen» nannte Jörg Schindler von der Staatsanwaltschaft Bonn den Einspruch. Die Bonner ermitteln gegen Ullrich wegen Betrugs zum Nachteil seines früheren Arbeitgebers T-Mobile. Nach einer Meldung der spanischen Tageszeitung „El Pais“ entschied der Nationale Gerichtshof aber, dass die Proben nach Deutschland geschickt werden dürfen. Er verwies bei seiner Entscheidung auf die europäischen Rechtshilfe-Abkommen. Der spanische Ermittlungsrichter Antonio Serrano hatte die Überstellung nach Bonn längst bewilligt - durch seinen Urlaub war es aber offensichtlich zu Kompetenz- Streitigkeiten in Madrid gekommen.
Ullrich ist der einzige von insgesamt 51 im Zuge der „Operacion Puerto“ in Dopingverdacht geratenen Radprofis, dem neben einem Sportgerichtsverfahren ein Strafgerichts-Prozess droht. Auch deshalb tat sich der 33-Jährige bisher so schwer, einen neuen Arbeitgeber zu finden. Ullrich leugnete Doping und Fuentes überhaupt zu kennen. Sollte der DNA-Abgleich Übereinstimmung bringen, deutete Ullrichs Manager Wolfgang Strohband in der «Bild am Sonntag» schon die nächste Verteidigungs-Taktik an: «Das wäre längst kein Beweis von Manipulation. Jeder Bürger darf von sich Blutreserven anlegen lassen.»
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