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05.03.2007 - (Ra) - Sánchez Montesino, Präsident des Königlich-Spanischen Radsportverbands RFEC bedauert den Rücktritt von Jan Ullrich und sieht den unter Dopingverdacht stehenden Toursieger von 1997 als eines der Opfer der Operation Puerto.
„Es ist traurig, dass jemand wie Ullrich auf diese Art abgetreten ist“, sagte Montesino im Interview mit dem Bonner „Generalanzeiger“. „Er hat viele Erfolge errungen, aber leider bleibt wohl das, was wir alle erleiden mussten: die Folgen der Operation Puerto. Zwar ist noch immer nichts endgültig aufgeklärt, aber das Image des Radsports hat schwer darunter gelitten. Ullrich ist eines der Opfer.“
Sein Verband, so Montesino weiter, habe gegen keinen der unter Dopingverdacht stehenden spanischen Fahrer Sanktionen beschlossen, weil es bisher dazu keinen Grund gab: „Die Operation Puerto geht nicht über den reinen Verdacht hinaus. Nichts ist belegt. Deshalb können wir niemanden bestrafen oder ihm gar die Lizenz entziehen.“ Sein Verband, sagte der 67-Jährige, habe „gelitten“, aber da sich bisher kein Verdacht bestätigt habe, sei nichts gegen die Fahrer unternommen worden.
Montesino: „Wir haben nichts in den Händen. Keine Staatsanwaltschaft, kein Richter hat uns bisher Argumente geliefert, die es erlauben würden, etwas zu unternehmen. Niemand hat von uns offiziell verlangt einzuschreiten. Wir haben keine Alternative. Wir müssen abwarten.“
Seine Hoffnungen setzt der Verbandspräsident auf das neue spanische Anti-Dopinggesetz, dass sehr viel härter sei als die bisherigen Bestimmungen und auch die Hintermänner ins Visier nehme. „Ich glaube fest daran, dass wir damit das Problem in den Griff bekommen“, so Montesino. „Künftig werden nicht nur die Sportler verfolgt, sondern auch diejenigen Personen, welche die Sportler zum Doping anstiften. Machen wir uns nichts vor, in den meisten Fällen weiß der Fahrer doch gar nicht, was ihm sein Arzt da gibt.“
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