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"Ich habe großen Mist gebaut."
(Rückkehrer Patrik Sinkewitz zu seiner Dopingvergangenheit)
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19.03.2007 - (Ra) - Alberto Contador blickt auf die erfolgreichste Woche seiner noch jungen, aber bewegten Karriere zurück. Der 24-jährige Spanier triumphierte bei Paris-Nizza, dem ersten ProTour-Rennen der Saison, und holte sich dabei noch zwei Tagessiege. Zusammen mit dem Etappenerfolg bei der Valencia-Rundfahrt hat Contador sich und seinem neuen Team Discovery Channel bereits vier Saisonerfolge beschert und ist seinem Ruf gerecht geworden, eines der größten spanischen Talente zu sein.
Dabei schien die Karriere des Alberto Contador mehrmals vorzeitig beendet zu sein. Vor drei Jahren konnten ihn die Ärzte nach einem Sturz bei der Asturien-Rundfahrt nur durch einen komplizierten Eingriff am Gehirn retten. Im vergangenen Jahr tauchte Contadors Name auf der berüchtigten Fuentes-Liste auf. Fuentes selber behauptete aber, Contador, der bisher in den Saiz-Teams ONCE, Liberty Seguros und Astana fuhr, weder behandelt zu haben noch dessen Namen überhaupt zu kennen.
Zur neuen Saison fand der Madrilene auch wegen des Dopingverdachts erst spät ein Team. Johan Bruyneel, der schon mit der umstrittenen Verpflichtung von Ivan Basso die Absprache der Teams, keinen der auf der „Fuentes-Liste“ stehenden Fahrer unter Vertrag zu nehmen, gebrochen hatte, schlug schließlich zu und sicherte sich die Dienste des Rundfahrtspezialisten. Der dankt es ihm schon früh in der Saison mit überragenden Leistungen.
Dem starken Auftritt bei der Valencia-Rundfahrt mit dem Etappensieg am Alt del Campello folgte eine Meisterleistung bei der „Fahrt in die Sonne“. Contador war bei der Bergankunft in Mende der Stärkste, verkalkulierte sich dann aber auf der Königsetappe nach Cannes, als er zu früh antrat und noch abgefangen wurde. Das machte den Spanier für die Abschlussetappe nur noch entschlossener: "Ich wollte zu Ende bringen, was ich am Samstag angefangen habe. Ich hatte Wut im Bauch und wollte unbedingt gewinnen", sagte er nach dem Rennen, das an Dramatik kaum zu überbieten war. "Ich habe bis zum Schluss befürchtet, dass Rebellin wieder zurückkommt. Erst auf dem letzten Kilometer habe ich an den Sieg geglaubt."
Aus einem weiteren Grund ist Contadors Triumph bemerkenswert. Seit Miguel Indurain in den Jahren 1989 und 1990 war es keinem Spanier mehr gelungen, die Fernfahrt zu gewinnen. "Das war mir gar nicht bewusst. Es ist eine Ehre, ihm nachzufolgen. Das macht mich stolz", so Contador, der jetzt auf die Tour-Teilnahme hoffen darf und vor einer großen Karriere steht, auch wenn er sagte, die Tour sei „nochmal eine andere Liga."
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