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29.03.2007 - (sid) - Für die deutschen Bahnrad-Asse steht bei der WM in Palma de Mallorca ab heute bis zum 1. April der "Olympia-TÜV" auf dem Programm. Während Robert Bartko als Medaillenbank gilt, gibt es auch einige Fragezeichen im Team des Bundes Deutscher Radfahrer. Im vorolympischen Jahr ist für die einst so ruhmreiche Sparte des BDR auf der spanischen Urlaubsinsel die Zeit des Experimentierens endgültig vorbei.
BDR-Sportdirektor Bremer: "Anschluss an Weltspitze schaffen"
"Ich erwarte, dass wir in einigen Teilbereichen den Anschluss an die Weltspitze schaffen und in die Medaillenränge fahren. Ein Jahr vor Olympia wird die Messlatte schon höher gelegt", formulierte Burckhard Bremer als Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) die Zielvorgabe vor dem Startschuss im gerade erst fertiggestellten Velodrom von Palma. Noch im Vorjahr gab es bei den Titelkämpfen in Bordeaux neben den zwei Goldmedaillen von Bartko und Christin Muche auch einige Enttäuschungen.
Vor allem der deutsche Vierer als einstiges Aushängeschild mit 5 Olympia- und 16 WM-Siegen soll nach Jahren der Tristesse wieder konkurrenzfähig werden. Eine Medaille ist das erklärte Ziel, nachdem seit 2002 die Podestplätze in schöner Regelmäßigkeit verpasst wurden. Dafür wurde sogar Bundestrainer Bernd Dittert durch Uwe Freese ersetzt.
Der Heimtrainer der Berliner Fahrer um Sydney-Olympiasieger Robert Bartko und Co. hatte sich lange gesträubt, den Chefposten anzutreten, dann aber doch eingelenkt. "Die WM ist in diesem Jahr eine Zwischenstation auf dem Weg zu den Olympischen Spielen", erklärte Freese. Spätestens in Peking 2008 soll der Vierer wieder siegfähig sein.
Bartko auf Rekordjagd
Eine ganz wichtige Rolle kommt dabei Bartko zu. Seit seiner Rückkehr auf die Bahn 2005 ist der Potsdamer weltweit der überragende Fahrer in der 4000-m-Einerverfolgung. Im Vorjahr gewann Bartko seinen dritten Titel, auf Mallorca könnte der frühere T-Mobile-Profi zum deutschen Rekordsieger aufsteigen. Dass er im Winter viele Sechstagerennen bestritt, sieht Bartko nicht als Hindernis: "Danach blieb genügend Zeit. Außerdem habe ich eine gute Grundlage."
Im Frauen-Bereich ruhen die Hoffnungen einzig auf Muche, die im Vorjahr sensationell den Titel im Keirin und damit den ersten deutschen Frauen-Titel seit neun Jahren gewann. Inwieweit Muche allerdings durch die Abschlussprüfung bei der Bundespolizei beeinflusst wurde, bleibt abzuwarten. Keine Medaillen sind im Ausdauerbereich der Frauen zu erwarten, wo die Deutschen "von den Podestplätzen weit entfernt sind" (Bremer).
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