Profi-Radsport

Stapleton enttäuscht von Pro-Tour-Teams

29.04.2007 - (sid) - Nach dem Treffen der ProTour-Mannschaften hinsichtlich der Maßnahmen wegen der spanischen Dopingaffäre, hat sich T-Mobile-Teamchef Bob Stapleton über das Ergebnis enttäuscht gezeigt. "Ich habe den Eindruck, dass einige Leute politische und persönliche Ängste haben zu handeln", sagte Stapleton dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Rande des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Die sportlichen Leiter waren am Samstag in Lüttich zusammengetroffen, um eine gemeinsame Strategie zur Freigabe der von der spanischen Justiz sichergestellten Blutbeutel zu besprechen. Ein endgültiges Ergebnis soll jedoch erst nach einer weiteren Sitzung mit Veranstaltern und dem Radsport-Weltverband UCI am 4. Mai präsentiert werden.

Maßnahmen zur Not "erzwingen"

Auf dem Treffen erörterten die Teams zunächst ihre juristischen Möglichkeiten, einen DNA-Abgleich mit dem beim Arzt Eufemiano Fuentes gefunden Blut zu erwirken. Nachdem die spanische Justiz den Fall abgeschlossen hatte, sollen dort noch rund 200 Blutbeutel lagern.

Stapleton bekräftigte nochmals, dass Maßnahmen dringend nötig seien. "Zur Not müssen sie eben erzwungen werden. Das kann auch von außen durch Druck der Sponsoren passieren", sagte der US-Amerikaner. Die nach den erneuten Doping-Gerüchten um ihren Star Ivan Basso schwierige Sponsorensuche des Teams Discovery Channel sei ein gutes Beispiel für die Macht der Geldgeber. Der Hauptsponsor stellt sein Engagement zum Ende des Jahres ein. Noch hat das frühere Team des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong keinen neuen Sponsor gefunden.

Live-Ticker