Profi-Radsport

CONI fordert 21 Monate Sperre

Basso: Italienischer Verband entscheidet am kommenden Freitag

08.06.2007 - Rom (dpa/sid/Ra) - Der italienische Radsport-Verband FCI entscheidet am 15. Juni über die Dauer der Sperre für den teilgeständigen Ivan Basso. Den Termin für die Zusammenkunft des zuständigen FCI-Gremiums kündigte der Verband am Freitag an.

Der Girosieger von 2006 hatte zugegeben, Blut bei dem Madrider Doping-Arzt Eufemiano Fuentes gelagert zu haben, um es auf illegale Weise bei der Tour de France 2006 einzusetzen. Da ihm der Tour-Start im Vorjahr wegen Doping-Verdachts aber verweigert wurde, hätte er sich nur des Versuchs schuldig gemacht, argumentierte der frühere CSC-Fahrer. Aber auch dieser Tatbestand kann mit einer zweijährigen Sperre geahndet werden

Das Italienische Olympische Komitee CONI fordert 21 Monate Sperre für Basso, dem für seine spärlichen Aussagen ein Straf-Rabatt von drei Monaten gewährt werden soll. Dagegen fordert der Weltverband UCI die von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vorgesehene zweijährige Strafe für „Ersttäter“. Basso, der nach seiner Trennung von CSC zunächst bei Discovery Channel unterkam, ist zur Zeit ohne Team. Der ebenfalls im Rahmen der „Operacion Puerto“ des Dopings überführte und bereits geständige Michele Scarponi (Aqua&Sapone) soll auf Empfehlung des ermittelnden Staatsanwalts Ettore Torri für 18 Monate gesperrt werden.