Profi-Radsport

"Wiedergutmachung"

Zabel spendet 100.000 Euro für die Jugend

13.06.2007 - (sid) - Der entstandene Imageschaden für den deutschen Radsport ist finanziell kaum mehr aufzuwiegen. Doch Erik Zabel sieht es als seine Pflicht an, nach seinem Doping-Geständnis 100.000 Euro an den Nachwuchs zu spenden und so Wiedergutmachung zu betreiben. Das entschied der 36-Jährige nach Gesprächen mit seinem Team Milram und Hauptsponsor Nordmilch. "Die Jüngsten leiden am meisten darunter, dass durch unser Doping und die Lügen ein großer Imageschaden entstanden ist. Sie bekommen kaum noch Geld von Sponsoren", sagte Zabel der Bild-Zeitung.

Die Spende ist eine von fünf Maßnahmen, die beschlossen wurden. Im Kampf gegen Doping werde Zabel zudem den Ermittlungsbehörden voll und ganz zur Verfügung stehen. Außerdem will der Vize-Weltmeister mit Ex-Zehnkämpfer Frank Busemann auf Wunsch des DOSB Anti-Doping-Workshops und Ähnliches im Nachwuchsbereich durchführen. Darüber hinaus wird Zabel Ansprechpartner sowohl für die jungen Fahrer im Team als auch für die Milram-Nachwuchs-Mannschaften.

Zabel: "Einige schauen weg, wenn sie mich treffen"

Zabel hatte am 24. Mai in Bonn auf einer Pressekonferenz Epo-Doping im Jahr 1996 eingestanden. Bei Radsportkollegen sei seine Doping-Beichte unterschiedlich aufgenommen worden. "Einige fanden es gut, andere hätten mir das nicht zugetraut, andere schauen weg, wenn sie mich treffen", so der Sprinter.

Gleichzeitig bekräftigte Zabel, nur 1996 gedopt zu haben: "Das entspricht den Tatsachen. Ich habe elf Jahre gelogen, jetzt nicht mehr."

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