Profi-Radsport

"Besorgnis erregende Anomalien"

WADA und UCI beschäftigen sich mit Di Luca und Simoni

27.06.2007 - Mailand/Paris (dpa/Ra) - Die „unnatürlich niedrigen Testosteron-Werte“, die bei Urin- und Blut-Kontrollen nach der 17. Etappe des Giro d’Italia beim späteren Sieger Danilo di Luca sowie den weiteren italienischen Spitzenfahrern Gilberto Simoni, Riccardo Ricco und Eddy Mazzoleni festgestellt worden waren, beschäftigen weiter die internationalen Radsport-und Antidoping-Instanzen.

Die Auswertungen der Analysen vom 30. Mai seien vom Italienischen Olympischen Komitee CONI sowohl an die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) als auch an den Weltverband UCI weitergeleitet worden, berichtet der «Corriere dello Sport». In einem Brief an den UCI-Präsidenten Pat McQuaid hatte CONI-Chef Gianni Petrucci bereits am 22. Juni zu den vier unangekündigten Dopingtests beim Giro mitgeteilt, es seien «Besorgnis erregende Anomalien» aufgetaucht, auch wenn diese «keine Verletzung des Anti-Doping-Reglements» darstellten.

Die «L`Equipe» mutmaßte, dass wegen der merkwürdigen Werte der frühere T-Mobile- und jetzige Astana-Fahrer Eddy Mazzoleni (Italien) nicht die Tour de France bestreiten werde. «Unser neunköpfiges Tour-Team wird am Ende der Woche benannt. Unser Management und der Teamleiter tagen gerade in Kasachstan. Ich kann zu Mazzoleni nichts sagen», erklärte am Mittwoch Team-Sprecherin Corinne Druey. Di Luca, Simoni und Ricco waren von vornherein nicht für die Tour vorgesehen.

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