Zitat der Woche:
"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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08.07.2007 - (Ra/dpa/sid) - Robbie McEwen (Predictor-Lotto) hat die erste Etappe der Tour de France für sich entschieden. Nach 203 Kilometern von London nach Canterbury siegte der Australier im Sprint vor Thor Hushovd (Credit Agricole) und Tom Boonen (Quick.Step). Robert Förster (Gerolsteiner) belegte den sechsten Platz, Marcus Burghardt (T-Mobile) beendete die Etappe auf dem achten Rang. Der Schweizer Fabian Cancellara (CSC) verteidigte sein Gelbes Trikot.
McEwen, der 18 Kilometer vor dem Ziel nach einem Sturz noch 18 Sekunden Rückstand auf das Feld hatte, ließ der Konkurrenz - darunter Erik Zabel (13.), der beim Tour-Auftakt seinen 37. Geburtstag gefeiert hatte - keine Chance.
"Das war heute eines meiner besten Rennen überhaupt. Ich bin gestürzt und wurde danach im Sprint auch noch bedrängt - trotzdem habe ich es geschafft. Sieben Kilometer vor dem Ziel war ich mit Hilfe meiner Teamkollegen nach meinem Sturz wieder im Hauptfeld und bin dann mit Frust und Wut im Bauch ganz nach vorne gefahren. Das ist ein ganz besonderer Sieg für mich. Mal sehen, wie es morgen läuft."
Trotz des Erfolges, das dem Sprinter das Grüne Trikot einbrachte, blieb McEwens Griff nach dem Gelben Trikot vergebens. Der Schweizer Zeitfahr-Weltmeister Cancellara, der mit einem Stundenmittel von 53,66 Kilometern den drittschnellsten Tour-Prolog aller Zeiten schaffte, verteidigte die Führung in der Gesamtwertung. «Ich will das Trikot bis nach Frankreich bringen», hatte Cancellara vor dem Start der 1. Etappe an der Tower Bridge erklärt.
Nicht ganz zum Sieg reichte es für Gerolsteiner-Sprinter Robert Förster, der dennoch mit seiner Leistung und Rang gut leben konnte.,,Dafür, dass ich bei Rundfahrten normalerweise langsam starte, bin ich mit dem sechsten Platz zufrieden. Das zeigt mir, dass ich vorne bei den besten Sprintern dabei bin." Auf dem ersten Teilstück hatte zunächst David Millar auf sich aufmerksam gemacht. Der Schotte, der beim Prolog als Spezialist auf Rang 13 enttäuschte, startete seine Attacke, die schließlich mit dem Bergtrikot belohnt werden solte, schon kurz nach dem Start. Nach 50 Kilometern erhielt Millar von vier Fahrern Gesellschaft. Aber die fünf Ausreißer hatten gegen das Feld keine Chance. 27 Kilometer vor dem Ziel war die Spitzengruppe eingeholt.
Danach wurden aus dem Feld heraus weitere Attacken gestartet, alle letztlich ohne Erfolg. Die Sprinter wollten sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen und taten mit ihren Teams alles, um das Feld im Finale kompakt zusammenzuhalten. Der hoffnungsvolle Brite Mark Cavendish aus dem T-Mobile-Team hatte im ungünstigsten Moment einen Defekt. Dadurch war der hinterher bitter enttäuschte Sprinter schon 21 Kilometer vor dem Ziel aus dem Rennen.
"Wir wollten Kräfte sparen und haben ihm bewusst keinen Helfer geschickt", begründete Team-Manager Bob Stapleton nach dem Rennen. ",Mark ist natürlich furchtbar enttäuscht, weil sein Traum zerstört wurde. Aber das ist alles nicht so schlimm, er wird sich morgen wieder motiviert aufs Rad setzen und alles geben."
Von Montag an ist die Tour erstmals in diesem Jahr in Frankreich unterwegs. Die Rückkehr aus England in die Heimat währt allerdings nicht lange, denn schon 20km nach dem Start im Seebad Dünkirchen stattet die Tour-Karawane dem Nachbarland Belgien einen Besuch ab. Dünkirchen ist Ausgangspunkt der völlig flachen zweiten Etappe, auf der es auf den 168,5km bis zum Ziel in Gent keine Bergprüfungen gibt.
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