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Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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14.07.2007 - Berlin (dpa/Ra) - Erik Zabel plädiert für eine Generalamnestie für geständige Doper. «Ich sehe eine Amnestie als Chance für den Radsport», sagte der 37-jährige Sprintspezialist aus Unna der «Welt am Sonntag».
«Internationales Olympisches Komitee, UCI und die nationalen Verbände könnten einen Stichtag vorschlagen, bis zu dem jeder die Chance hat, ohne Konsequenzen und im Sinne einer Vergangenheitsbewältigung Doping zu gestehen.» Er habe dazu auch ein persönliches Gespräch mit dem Vorsitzenden des Sportausschusses im Bundestag, Peter Danckert, geführt. Zabel: «Er hat mit mir ziemlich offen über diese Idee gesprochen.»
Verständnis äußerte Zabel für Jan Ullrich. Der unter Dopingverdacht stehende Ex-Teamkollege hatte ihm und Rolf Aldag vorgeworfen, Fehler eingestehen zu müssen, um weiter arbeiten zu können. Zabel sagte dazu: «Völlig unabhängig von meiner Person muss man sagen, dass im Rechtsstaat das Unschuldsprinzip so lange gelten muss, bis jemandem das Gegenteil bewiesen ist. Jan, Ivan Basso, Michele Scarponi und Jörg Jaksche sind bislang die einzigen, die in der Operacion Puerto-Affäre die Suppe auslöffeln sollen. Insofern ist es verständlich, dass Jan einen dicken Hals hat. Ganz ehrlich: Sein Vorwurf ist für mich sogar verständlich.»
An der Weltmeisterschaft Ende September in Stuttgart möchte Zabel «gern teilnehmen», kann sich aber einen Verzicht vorstellen, sollte der Druck auf den Bund Deutscher Radfahrer oder auf seine Person infolge seines Doping-Geständnisses zu groß werden. «Ich weiß, dass der Bund Deutscher Radfahrer enorm unter Druck steht, was eine Finanzierung der WM betrifft, und dass gewisse Bedingungen an die Fördermittel geknüpft sind», sagte Zabel. «Wenn dieser Druck oder der auf meine Person zu groß werden sollte, oder ich zur Belastung werde etwa für einen jungen Rennfahrer wie Fabian Wegmann, dann möchte ich in Ruhe noch einmal mit dem BDR-Präsidium sprechen. Dann werden wir eine andere Lösung finden.»
Zabel ist bereit, sein 1996 bei der Tour gewonnenes Grünes Trikot freiwillig zurückzugeben. Der Unnaer hatte am 25. Mai öffentlich gestanden, in dem betreffenden Jahr gedopt gefahren zu sein. «Es wäre ein konsequenter Schritt», sagte Zabel zu der Forderung von Patrice Clerc, dem Vorsitzenden der Tour-Organisatorin ASO.
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