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(Riccardo Ricco, zweifacher Tour-Etappensieger)
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17.07.2007 - (sid/Ra) - Mit Tränen in den Augen hat Topfavorit Alexander Winokurow die letzte Alpen-Etappe der 94. Tour de France als großer Verlierer beendet und das Kapitänsamt beim Astana-Team wohl an seinen "Adjutanten“ Andreas Klöden verloren. Auf der Kletterpartie mit zwei Bergpreisen der höchsten Kategorie landete Klöden beim Tagessieg des Außenseiters Juan Mauricio Soler (Barloworld) mit 46 Sekunden Rückstand hinter dem 24-jährigen Kolumbianer, aber 2:38 Minuten vor Winokurow auf dem neunten Platz.
Damit dürfte im Astana-Team die Frage nach dem Kapitän zu Gunsten Klödens geklärt sein. Klöden kam zusammen mit dem Luxemburger Kim Kirchen (T-Mobile) kurz hinter dem Gelben Trikot von Michael Rasmussen (6./+42 Sekunden) in Briancon ins Ziel. Kirchen hielt die Farben des Bonner Rennstalls hoch, nachdem der am Samstag mit seinem Sieg in Le Grand-Bornand für einen Tag im Gelbe Trikot fahrende Linus Gerdemann im Alpen-Finale nicht mithalten konnte.
Der 24-jährige Westfale hatte im Ziel 6:45 Minuten Rückstand, damit verlor er auch das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers an den Tagesvierten Alberto Contador (Discovery Channel). In der Gesamtwertung verteidigte Rasmussen die Führung mit 2:39 Minuten Vorsprung vor dem Spanier Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne) und dessen Landsmann Iban Mayo (Saunier Duval/2:39) erfolgreich. Klöden ist 3:50 Minuten zurück Achter, Kirchen mit 5:06 Minuten Rückstand Zehnter.
Das Finale nach 159,5km zwischen Val d'Isere und Briancon hatte Soler im Alleingang für sich entschieden. Auf den letzten 700m mit 13 Prozent Steigung kämpfte sich der Südamerikaner nach 4:14:24 Stunden (38, 92 km/h) mit 38 Sekunden Vorsprung vor Valverde und dem Australier Cadel Evans (Lotto) ins Ziel.
Trotz Kirchens starker Leistung bleibt das auf sechs Fahrer geschrumpfte T-Mobile-Team weiter vom Pech verfolgt. Rund 112km vor dem Ziel fuhr Marcus Burghardt in einen Hund, der seinem Besitzer entlaufen war. Der Sieger des Halbklassikers Gent-Wevelgem konnte dem Labrador nicht mehr ausweichen und stürzte über den Fahrerlenker. Burghardt blieb aber unverletzt und konnte die Fahrt fortsetzen. Am Sonntag waren seine Teamkollegen Michael Rogers und Patrik Sinkewitz nach Stürzen im Krankenhaus gelandet, Youngster Mark Cavendish hatte mit Blessuren aufgeben müssen.
Die ersten Akzente zum Auftakt der letzten Alpenetappe hatte Yaroslaw Popovych (Discovery Channel) gleich nach dem Start im Wintersport-Paradies Val d'Isere gesetzt. Der ehemalige Gewinner des Weißen Trikots hatte sich vom Start weg nach vorne orientiert und den Aufstieg zum 2770m hohen Col d'Iseran allein in Angriff genommen.
Dem 27-jährigen Ukrainer schlossen sich auf dem Weg zur höchsten befahrbaren Passstraße Europas schließlich neun Begleiter an, den Gipfel erreichte Popovych als Erster vor dem Franzosen Laurent Lefevre (Bouygues) und Soler.
Bei der Abfahrt in Richtung Südalpen fuhr Popovych mit fünf Begleitern rund drei Minuten Vorsprung auf die Verfolger heraus. Das Finale wurde am gefürchteten Col du Telegraph eingeleitet. Den Bergpreis in 1556m Höhe entschied der Spanier Mikel Astarloza (Euskaltel) vor Popovych für sich.
Nach der Abfahrt attackierte dann Soler aus der Spitzengruppe im Anstieg hinauf zum Col du Galibier. Beim Aufstieg zu dem 2642 m hohen Bergriesen 37 km vor dem Ziel an der Zitadelle der alten Festungsstadt Briancon waren Klöden und Kirchen mit Rasmussen in der ersten Verfolgergruppe, während Winokurow abgehängt wurde. Nach dem Gipfelsturm jagte Soler allein hinab nach Briancon ins Ziel und rettete einen Vorsprung von 38 Sekunden auf die Verfolger um Valverde.
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