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Rasmussen wollte Dopingmittel nach Italien schmuggeln

21.07.2007 - Albi (dpa/Ra) - Michael Rasmussen hat nach einem Bericht des Fachmagazins «Velonews» versucht, Doping-Präparate nach Italien zu schmuggeln. Wie der amerikanische Mountainbike-Fahrer Whitney Richards auf der Internet-Seite des Blattes berichtete, habe Rasmussen versucht, ihn 2002 als Kurier für ein nicht zugelassenes Hämoglobin-Präparat zu missbrauchen. Der Däne, aktueller Träger des Gelben Trikots bei der Tour de France, habe ihn gebeten, ein Paket mit Radfahrschuhen nach Italien zu bringen. Wie sich später herausstellte, seien in dem Paket jedoch keine Schuhe, sondern Beutel mit einem blutähnlichen Stoff gewesen.

Der vom dänischen Verband auf Grund von Doping-Vergehen aus der Nationalmannschaft ausgeschlossene Rasmussen bestätigte dem Magazin, dass er Richards kenne, wollte aber einen Kommentar zu den Vorwürfen abgeben.

Die Tour-Leitung hatte es am Freitag abgelehnt, Rasmussen wegen der Verbandsstrafe von der Frankreich-Rundfahrt auszuschließen.

Richards sagte, er habe das vermeintliche Schuhpaket von einem gemeinsamen Freund mit der Bitte erhalten, es nach Italien zu bringen. Er habe aber nur die unverpackten Schuhe in sein Gepäck nehmen wollen und habe es deshalb geöffnet. Dabei habe er die Beutel entdeckt und sie in den Müll geworfen. In Italien habe er Rasmussen zur Rede gestellt, berichtete Richards weiter. Rasmussen habe sich ausweichend verhalten. Bei dem Stoff habe es sich um das Hämoglobin- Präparat Hemopure gehandelt, das nur in Südafrika zugelassen ist.

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