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"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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23.07.2007 - Loudenvielle (dpa/Ra/sid) - Alexander Winokurow (Astana) hat seinen Schmerz der vernichtenden Niederlage mit seinem zweiten Etappensieg gelindert, doch der ungeliebte Michael Rasmussen bleibt heißer Anwärter auf seinen ersten Toursieg und wird bei den Verantwortlichen weiter für schlaflose Nächste sorgen.
Die zweite und im Verhältnis harmloseste der drei Pyrenäen-Etappen hat bei der 94. Tour de France auf den beiden ersten Plätzen im Gesamtklassement nichts geändert. Der unter Dopingverdacht fahrende Däne geht weiter mit 2:23 Minuten Vorsprung vor dem ebenfalls von Doping-Verdächtigungen verfolgten Spanier Alberto Contador (Discovery Channel) in den zweiten Ruhetag.
Winokurow, der am Vortag die Ewigkeit von 28:50 Minuten verloren hatte, rehabilitierte sich mit seinem zweiten diesjährigen Etappensieg 52 Sekunden vor dem sehr starken Kim Kirchen (T-Mobile) wenigstens teilweise. Der 33-jährige Kasache gewann den 15. Tagesabschnitt von Foix nach Loudenvielle nach 196 Kilometern im Alleingang, nachdem er im Anstieg zum Col de Peyresoude aus einer kleinen Spitzengruppe heraus attackiert hatte.
Rasmussen und Contador zündeten im Finale auf der Winokurow-Verfolgung ein wundersames Feuerwerk und lieferten sich auf den letzten Kilometern berghoch einen Schlagabtausch in Sprinter-Manier. Dabei ließen sie Cadel Evans (Predictor-Lotto) und Andreas Klöden (Astana) mit spielerischer Leichtigkeit zurück. Beide Spitzenreiter verfügen in den Pyrenäen offensichtlich über mehr Kapazitäten als alle Konkurrenten. Auf dem Zielstrich fuhr Contador Zentimeter vor Rasmussen auf Rang zehn - beide hatten 5:34 Minuten auf Winokurow verloren.
Klöden, der sich bei seinem Sturz im Zeitfahren von Albi doch schwerer verletzte als zunächst angenommen, verteidigte seinen 5. Rang im Gesamtklassement mit jetzt 5:34 Minuten Rückstand auf Rasmussen. Die auf dem Aubisque endende «Königsetappe» in den Pyrenäen mit zwei Anstiegen der ersten und zwei der höchsten Kategorie steht am 25. Juli auf dem Programm.
«Ich bin der Kapitän und kann die Tour nicht aufgeben. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, ich werde Andreas helfen, in Paris auf das Podium zu kommen», hatte Winokurow, der nach seinem Einbruch auf den 30. Rang des Gesamtklassements zurückgefallen war, vor dem Start der 15. Etappe versprochen.
Zum Auftakt der Achterbahn-Etappe mit je zweiten Bergwertungen der 1. und 2. sowie einer der höchsten Kategorie hatte es sofort hektische Aktionen im Feld gegeben. Eine erste Fluchtgruppe um den Stefan Schumacher (Gerolsteiner) war ebenso schnell eingeholt worden, wie ein Ausreißerteam mit dem Berliner Jens Voigt (CSC).
Erst bei Kilometer 20 formierte sich eine von Winokurow angeführte Gruppe. Der gehörten auf dem Weg über den Col de Port (1249 m) neben Kirchen auch der Bonner Christian Knees (Milram) sowie der Österreicher Bernhard Kohl (Gerolsteiner) und später auch Voigt an.
Die 25 Ausreißer fuhren bei hohem Tempo zeitweise über acht Minuten vor dem Peloton und blieben auch noch bei den Bergpreisen am Col de Portet d'Aspet (1069m) und Col de Mente (1349m) unter sich. Beim d'Aspet ließen einige Fahrer kurz abreißen, um am Gedenkstein des dort am 18. Juli 1995 tödlich verunglückten Italieners Fabio Casartelli zu verweilen. Erst beim Gipfelsturm zum Port de Bales (1755m) löste sich die Fluchtgruppe auf, worauf die Topfavoriten im Peloton aber nicht reagierten. Die erstmals ins Tour-Programm aufgenommene fast 15km lange Kletterpartie der höchsten Kategorie mit maximal 11,1 Prozent nutze Kirchen zur Offensive. Zusammen mit dem Schweizer Johann Tschopp (Bouygues Telecom) hatte sich der 29-jährige Luxemburger drei Kilometer vor dem Gipfel des vorletzten Anstiegs abgesetzt. Am Fuß des Schlussanstiegs auf den 1569 Meter hohen Peyresourde, dessen Gipfel 12 Kilometer entfernt vom 1000 Meter tiefer liegenden Ziel in Loudenvielle lag, gesellte sich der Spanier David Arroyo (Caisse d’Erpargne) hinzu und Tschopp fiel zurück.
Das Feld mit dem Träger des Gelben Trikots hatte zu diesem Zeitpunkt über sechseinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze. 18 Kilometer vor dem Ziel wurde durch Winokurow aus dem Duo Kirchen/Arroyo ein Terzett. Kurz danach setzte der Kasache zur Schlussattacke an und ließ alle hinter sich.
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