Profi-Radsport

Patrik Sinkewitz

Dopingsünder statt Hoffnungsträger

31.07.2007 - Hamburg (dpa/Ra) - Dopingverdächtigungen lasteten schön länger auf Patrik Sinkewitz. Mit dem Verzicht auf die Öffnung der B-Probe gab der in Fulda geborene einstige Hoffnungsträger des T-Mobile-Teams sein Dopingvergehen zu.

Bereits zu Juniorenzeiten stand der damalige Nachwuchsfahrer während eines Trainingslagers in den USA unter Verdacht. Zudem arbeitete er jahrelang mit dem des Dopings überführten und von einem italienischen Gericht wegen Sportbetrugs im Jahr 2004 zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilten, 2006 aber wegen Verjährung freigesprochenen italienischen Sportmediziner Michele Ferrari zusammen. Nur auf Druck von T-Mobile trennte sich Sinkewitz im Vorjahr vom Italiener.

Der größte Erfolg gelang dem 26-Jährigen mit dem Gesamtsieg bei der Deutschland-Tour 2004. Damals stand er beim belgischen Quick Step-Team unter Vertrag. Nach einer längeren Durststrecke gewann Sinkewitz in diesem Jahr, mittlerweile bei T-Mobile unter Vertrag, in Frankfurt den Klassiker «Rund um den Henninger Turm» .

Der 1,78 Meter große und 63 Kilogramm schwere Sinkewitz bestritt in diesem Jahr seine dritte Tour de France. Sinkewitz, der seit 2001 Profi ist, war mit großen Erwartungen gestartet, ehe er nach einem Sturz das Rennen beenden musste.

Sinkewitz spricht drei Sprachen, ist ledig und liebt italienische Küche. Als Vorbild gibt er den ehemaligen Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna an. Sein Manager ist Tony Rominger, dem ebenfalls Doping nachgesagt wird.

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