Profi-Radsport

Grund noch unbekannt

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen BDR-Vize Sprenger

11.08.2007 - Bretten (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ermittelt gegen den Vize-Präsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Udo Sprenger. Das bestätigte der Verbands-Verantwortliche für den Leistungssport am Rande der Deutschland-Tour in Bretten selbst.

Den Ermittlungsgrund nannte Sprenger allerdings nicht. Am 25. Juni war Sprenger in einer ARD-Fernsehsendung durch einen anonymen Zeugen beschuldigt worden, in seiner Zeit als Teamchef der Mannschaft Nürnberger Versicherungen schwarze Kassen für die Beschaffung von Doping-Mitteln geführt zu haben. Daraufhin hatte der BDR-Vize Anzeige gegen unbekannt erstattet. In dieser Sache gibt es laut einer Mitteilung des BDR keine neuen Erkenntnisse. Der «Fernseh- Kronzeuge» war auf dem TV-Bild unkenntlich gemacht worden.

«Das Verfahren gegen mich musste aufgrund der öffentlichen Vorwürfe routinemäßig eingeleitet werden», erklärte Sprenger laut Pressemitteilung. Trotzdem ist er weiter damit beauftragt, die Nationalmannschaft für die WM im September in Stuttgart zusammenzustellen. «Der BDR-Vorstand hat mir dazu einstimmig sein Vertrauen ausgesprochen», sagte Sprenger. Bei der nächsten Präsidiumssitzung am 29. August in Frankfurt soll auch geklärt werden, ob Andreas Klöden und Erik Zabel für die WM nominiert werden.

Klöden fährt für das höchst umstrittene Astana-Team, das vier Doping-Fälle in den vergangenen zwei Monaten zu beklagen hatte, Vize-Weltmeister Zabel ist seit seiner Doping-Beichte als WM-Starter für Stuttgart fragwürdig geworden. Auf einen Olympia-Start 2008 in Peking hatte Zabel «aus Rücksicht auf das Team» bereits verzichtet.

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