Profi-Radsport

D-Tour: Zabel Zweiter

Ciolek lässt die Konkurrenten stehen

16.08.2007 - Regensburg (dpa/Ra) - U-23-Weltmeister Gerald Ciolek hat bei der Deutschland-Tour zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden zugeschlagen. Der 20-jährige T-Mobile-Profi feierte im Ziel der 7. und längsten Etappe von Kufstein in Tirol nach Regensburg über 192,2 Kilometer seinen zweiten Tagessieg. Im Massensprint ließ Ciolek, der am Vortag in Kufstein triumphiert hatte, bei einer erneut schwierigen Zielpassage auf regennasser Straße seinen Konkurrenten keine Chance und sicherte sich seinem siebten Saisonsieg. Zweiter wurde Erik Zabel (Milram), Dritter der Spanier Joaquin Rojas (Caisse d’Epargne).

«Mein Team-Kollege André Greipel hat mich perfekt aus der letzten Kurve vor dem Ziel geführt, dann habe ich angetreten und hatte heute wieder den richtigen Bumms», sagte Ciolek im Ziel. Mit René Weissinger (Volksbank, 6.) Olaf Pollack (Wiesenhof/8.) und Sven Teutenberg (Volksbank/9.) landeten drei weitere deutsche Sprinter unter den besten Zehn des Tagesklassements.

Im Gesamtklassement gab es vor dem entscheidenden Einzelzeitfahren am Freitag über 33,1 Kilometer in Fürth keine Veränderungen: Vorjahressieger Jens Voigt (CSC) ist mit 33 Sekunden Vorsprung vor dem spanischen Überraschungs-Zweiten David Lopez-Garcia (Caisse d’Epargne) auf dem besten Weg, sein Gelbes Trikot bis Hannover zu behaupten und seinen Titel zu verteidigen. seinem zweiten Platz übernahm Erik Zabel das rote Trikot des besten Sprinters vom punktgleichen Jose Joaquin Rojas. Beide haben 78 Punkte. Da Zabel aber die Etappe in Offenburg gewann, darf er sich das Rote Trikot überstreifen

Die meiste Gefahr in Fürth dürfte für den CSC-Kapitän vom Tour-Dritten Levi Leipheimer (Discovery Channel) ausgehen. Der 33-jährige US-Amerikaner, der das letzte Zeitfahren in Frankreich überlegen gewann und sich fast noch das Gelbe Trikot vom Teamkollegen Alberto Contador geholt hätte, liegt 1:33 Minuten hinter Voigt. Aber auch Voigts Qualitäten im Kampf gegen die Uhr sind ordentlich und der in Berlin lebende Mecklenburger fährt zur Zeit im Gegensatz zu dem Kalifornier in großer Form. Garcia-Lopez dürfte Voigt dagegen kaum gefährden können. "Ich möchte gern glauben, dass es reicht, aber noch ist alles möglich", sagte Voigt.

Nach zwei Tagen in Österreich kehrte die Tour nach Deutschland zurück. Schon 20 Kilometer nach dem Start waren fünf Fahrer ausgerissen. Die Fluchtgruppe, in der auch Christian Leben (Team Wiesenhof) und der Schweizer Florian Stalder (Volksbank) fuhren, wurde aber zehn Kilometer vom Feld wieder eingeholt. Der 22-Jährige Leben setzte sich zum zweiten Mal bei der Deutschland-Tour in Szene. Er will sich für einen neuen Arbeitgeber empfehlen, sein Team-Sponsor steigt zum Saisonende aus.

Die drittletzte Etappe war rasend schnell. Die 167 noch im Rennen befindlichen Starter erreichten das Ziel deutlich vor der schnellsten vorberechneten Zeit der Marschtabelle: Die Profis fuhren ein Stundenmittel von über 45 Kilometern. Mit dem Tschechen Roman Kreuziger (Liquigas), dem Belgier Preben van Hecke (Lotto) und dem Österreicher Thomas Rohregger (Elk) gaben unterwegs drei Fahrer das Rennen auf.

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