Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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17.08.2007 - Fürth (dpa/Ra) - Mit nicht einmal 21 Jahren ist Gerald Ciolek in der Weltspitze angekommen. Das beweisen seine herausragenden Leistungen bei der Deutschland-Tour, wo er in Regensburg seinen zweiten Etappensieg in Folge feierte.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Hochkaräter wie Tom Boonen (Quick Step), Alessandro Petacchi (Milram) oder Robbie McEwen (Predictor-Lotto)bei der D-Tour fehlen. Weltklassesprinter wie der zweifache Vize-Weltmeister Erik Zabel (Milram), Robert Förster (Gerolsteiner) oder Danilo Napolitano (Lampre) hatten gegen den gelernten Energie-Elektroniker aus Pulheim zuletzt keine Chance. Zusammen mit seinem Anfahrer André Greipel bildet der junge T-Mobile-Profi, der im Vorjahr nach seinem Titelgewinn bei der U23-Weltmeisterschaft nach Bonn wechselte, ein im Moment unbezwingbares Tandem.
Nicht ausgeschlossen, dass diese Zweckgemeinschaft im kommenden Jahr bei T-Mobile erweitert wird. Erik Zabel, dessen Milram-Team zum Ende der Saison vielleicht aussteigt, könnte sich auf dem Weg zurück befinden. Schon am 24. Mai hatte Zabel für seine Doping-Beichte an der Seite Rolf Aldags eine überraschende, wenn auch nur wenige Stunden dauernde Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte vollzogen. «Das sind Spekulationen. Klar ist: Zabel ist ein hochkarätiger Rennfahrer und solch ein Superfahrer würde unser Team sportlich aufwerten», sagte Ciolek, der von dem Berliner bereits 2005 zu dessen legitimen Nachfolger erklärt wurde.
Vor zwei Jahren hatte Ciolek die große Radsport-Bühne mit einem eindrucksvollen Erfolg bei der deutschen Elite-Meisterschaft betreten und dabei Zabel und Förster das Nachsehen gegeben. Damals staunten die Fachwelt und die arrivierten Profis nicht schlecht über den pfeilschnellen Blondschopf, der bei der Deutschland-Tour von seinen Eltern angefeuert wurde.
Im Winter 2006 wechselte Ciolek vom bescheidenen Zweitliga-Team Wiesenhof zum Krösus T-Mobile - sportliche Gesichtspunkte, aber auch attraktive Bezüge gaben den Ausschlag. Die Bonner ließen sich mit dem verheißungsvollen Youngster Zeit und ersparten ihm 2007 die Tortur der Tour de France. Für 2008 kann sich Ciolek den Sprung ins kalte Wasser vorstellen: «Im nächsten Jahr will ich schon bei einer großen Rundfahrt - Tour, Giro oder Vuelta - dabei sein. Die Tour ist natürlich die größte Sache, auch wenn die kompletten drei Wochen schwierig für mich werden könnten.»
In Regensburg machte Ciolek, der zum D-Tour-Auftakt in Saarbrücken im Schlussspurt einen Anfängerfehler beging und in Offenburg aus aussichtsreicher Position von einem Zuschauer behindert wurde, seinen siebten Saisonsieg perfekt. Weitere könnten folgen. In der jetzigen Form gilt der Pulheimer als einer der großen Favoriten für die Hamburger Cyclassics, das einzige deutsche ProTour-Eintagesrennen am 19. August. Danach plant er noch Starts in Plouay/Frankreich, bei der Polen-Rundfahrt, bei der WM in Stuttgart («Wenn ich nominiert werde») und bei Paris-Tours, wo Zabel schon zwei Mal gewann.
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