Profi-Radsport

Hat Dittert als Aktiver gedopt?

U23-Trainer unter Verdacht

28.08.2007 - Stuttgart (dpa) - Der Rad-Weltmeisterschaft in Stuttgart Ende September droht ein Dopingskandal. Nach Informationen der «Stuttgarter Zeitung» soll der kommissarische Trainer der deutschen U23-Straßenradfahrer, Bernd Dittert, zu seiner aktiven Zeit gedopt haben.

Der Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Harald Pfab, erklärte, Dittert habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Dem Blatt liegt ein Briefwechsel zwischen Pfab und einer Privatperson vor. Demnach sollen Protokolle des Instituts für Dopinganalytik und Sportbiochemie in Kreischa belegen, dass Dittert 1987 und 1988 gedopt gewesen sein soll.

Aus dem Brief der Person, die sich als Sprecher eines Kreises engagierter Straßenradtrainer bezeichnet, soll zudem hervorgehen, dass der 47 Jahre alte ehemalige DDR-Radamateur Dittert 1993 ohne Überprüfung durch den Radsportverband eingestellt worden sein soll. Pfab erklärte, der Verband habe von dem die Vorwürfe bestreitenden Dittert keine eidesstattliche Versicherung verlangt.

Die Organisatoren der Rad-WM vom 26.-30. September wollen die Vorwürfe möglichst rasch geklärt wissen. Stuttgarts Sportbürgermeisterin und Vorsitzende des WM-Organisationskomitees, Susanne Eisenmann, forderte den BDR auf, Ditterts Vergangenheit rasch zu klären. Dies sagte der Verband zu.

Dittert hatte das Amt des U23-Bundestrainers erst Anfang Juni von Peter Weibel übernommen, der am 31. Mai wegen Dopingvorwürfen von seinem Amt beurlaubt worden war. 1980 wurde Dittert mit dem DDR-Bahnvierer Weltmeister und gewann 1983 und 1986 die Silbermedaille in der Mannschaftsverfolgung. 1992 holte er bei den Olympischen Spielen in Barcelona Gold mit dem BDR-Straßenvierer.

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