Virenque-Ehefrau appelliert an Schiedsgericht

23.01.2001  | 

Paris (dpa) - Die Ehefrau des für neun Monate gesperrten Radprofis Richard Virenque (Frankreich) appellierte an das Internationale Sport-Schiedsgericht, die Sperre ihres Mannes zu reduzieren. «Drei Prozess-Wochen, obwohl niemand eine kriminelle Tat verübt hat, neun Monate Sperre und der ganze Rest - das ist zu viel für einen Einzelnen. Für manche wäre das ein Grund, sich umzubringen», sagte Stephanie Virenque in der Pariser Zeitung «Le Monde». Oft habe sie ihren Mann in letzter Zeit weinen sehen.

Der zuständige Schweizer Verband hatte gegen Virenque - sein Wohnort liegt in der Nähe von Genf - eine Sperre von neun Monaten verhängt, nachdem er im Zivil-Prozess von Lille regelmäßigen Doping- Konsum gestanden hatte. Die Sperre beginnt am 1. Februar, so dass die Saison 2001 für den einstigen «Bergkönig» der Tour de France gelaufen wäre, sofern das Urteil bestätigt werden würde.

Gegen die Suspendierung auf Zeit hat der 31-jährige Virenque beim Schiedsgericht in Lausanne Einspruch eingelegt und rechnet mit Reduzierung der Strafe. In dem Fall hofft er, für die laufende Saison noch einen Rennstall zu finden, um unter unter Umständen die am 7. Juli beginnende Tour doch bestreiten zu können. Für die Entscheidung über den Einspruch kann sich das Gericht vier Monate Zeit nehmen. «Ich fühle mich noch als Rennfahrer», ließ Virenque dazu wissen.

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