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12.09.2007 - (Ra/dpa) – Nach perfekter Vorarbeit seines Milram-Teams hat Alessandro Petacchi die 11. Etappe der Vuelta a Espana über 190 Km von Oropesa del Mar nach Algemesí gewonnen. Zweiter wurde Weltmeister Paolo Bettini (Quick Step) vor Erik Zabel, der sich im Finale in den Dienst seines italienischen Kapitäns gestellt hatte. André Greipel (T-Mobile) wurde Vierter. In der Gesamtwertung verteidigte Denis Mentschow (Rabobank) seine Führung.
In Algemesí jubelte auch Erik Zabel über den zweiten Sieg seines Milram-Teams bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt. Der deutsche Vizeweltmeister war zuvor auf der siebten Etappe der Schnellste gewesen, Petacchi hatte dagegen noch auf seinen ersten Vuelta-Tageserfolg warten müssen. Auf der Zielgeraden funktionierte die Zusammenarbeit der beiden Routiniers und ehemaligen Konkurrenten jedoch perfekt. Paolo Bettini hatte als Einzelkämpfer keine Chance auf seinen zweiten Tagessieg und musste sich deutlich geschlagen geben.
Nach dem ersten Ruhetag fuhren lange Zeit die beiden Spanier Raul Garcia de Mateos (Relax Gam) und Antonio Lopez (Andalucia) an der Spitze. Sie hatten sich bereits wenige Kilometer nach dem Start gelöst und besaßen zeitweilig knapp sechs Minuten Vorsprung auf der nicht allzu schweren Etappe. Auf dem Programm standen lediglich eine Bergwertung der zweiten und eine der dritten Kategorie. Acht Kilometer vor dem Ziel war die Flucht des Duos jedoch beendet.
Nachdem zunächst T-Mobile für André Greipel das Tempo diktiert hatte, fand sich zwei Kilometer vor dem Ziel mit Marco Velo, Alberto Ongarato, Zabel und Petacchi ein Milram-Quartett, das sich nicht mehr von der Spitze verdängen ließ. Nachdem Ongarato und Velo ausgeschert waren, zog Zabel seinem Teamkollegen den Sprint an. Petacchi konnte diesmal völlig ungefährdet vollenden. „Das war ein Erfolg des ganzen Teams“, bedankte sich der 33-jährige Ligurer bei seiner Mannschaft. „Ich bin jetzt sehr glücklich. In der ersten Woche lief es noch nicht so richtig, weil ich im Sommer weniger gefahren bin. Aber ich wusste, es ist nur eine Frage der Zeit. Nach einigen Tagen hier habe ich mich immer besser gefühlt. In Logrono war ich in einer schlechten Position und in Saragossa bin ich zwei Kilometer vor dem Ziel gestürzt. Aber dort hat zum Glück Erik Zabel gewonnen. Jetzt kann ich beruhigt in die nächsten Tage gehen und will noch die ein oder andere Etappe gewinnen."
André Greipel, von seinem Teamkollegen André Korff auf den letzten 1000 m in Position gebracht, erzielte als Vierter das bisher beste Tagesergebnis für den Bonner Rennstall. "Im Peloton sind starke Sprinter vertreten. Wenn ich sehe, wie wir hier im Finale fahren, bin ich optimistisch, dass wir es auch noch weiter nach vorn schaffen", zeigte sich der Sportliche Leiter Brian Holm mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden.
Die zwölfte Etappe führt über 176 Kilometer von Algemesí nach Hellín. Da keine schweren Berge zu bewältigen sind, können sich die Sprinter, aber auch Ausreißer Hoffnungen machen.
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