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Vuelta

Klier siegt nach vier Jahren wieder

14.09.2007 - (Ra/sid/dpa) – Andreas Klier hat sich nach langer Durststrecke zurückgemeldet und die 13. Etappe der Vuelta a Espana aus einer kleinen Fluchtgruppe heraus gewonnen. Der 31-jährige Münchner spielte nach 177 Km von Hellín nach Torre-Pacheco im Duell mit dem Gerolsteiner-Youngster Tom Stamsnijder seine ganze Routine aus und ließ dem 22-jährigen Niederländer im Zielsprint keine Chance. Dritter wurde der Franzose Jérémy Roy (FdJeux). Der Italiener Daniele Bennati (Lampre) gewann den Sprint der ersten Verfolgergruppe vor seinem Landsmann Alessandro Petacchi (Milram).

Denis Mentschow (Rabobank) verteidigte auf der Flachetappe wie erwartet seine Führung in der Gesamtwertung. Der 29-jährige Russe erreichte knapp vier Minuten hinter Klier mit der ersten Verfolgergruppe das Ziel und liegt damit im Gesamtklassement weiter 2:01 Minuten vor seinem Landsmann Wladimir Efimkin (Caisse d’Epargne). Dritter ist der australische Tour-Zweite Cadel Evans (+2:27).

Kliers Erfolg ist der dritte eines deutschen Fahrers bei der 62. Austragung der Vuelta. Vor dem T-Mobile-Klassikerspezialisten, der in dieser Saison oft mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen hatte, hatten bei der 62. Vuelta schon Erik Zabel (Milram) und Teamkollege Bert Grabsch für Tagessiege gesorgt. Für das T-Mobile-Team war es der 28. Saisonsieg, für Klier der erste Erfolg seit vier Jahren. Damals hatte er den Frühjahrsklassiker Gent-Wevelgem gewonnen.

"Andreas ist im Finale sehr stark und intelligent gefahren", sagte T-Mobiles Sportlicher Leiter Brian Holm. "Er hat die Nerven behalten und ist im richtigen Moment angetreten." Auch bei Gerolsteiner gab es zufriedene Gesichter. "Das war ein riesenstarkes Rennen von Tom. Sensationell, wie er gefahren ist", freute sich der Sportliche Leiter Reimund Dietzen über den zweiten Platz von Stamsnijder, der nach dem Rennen geknickt war, dass es nicht zum ganz großen Coup gelangt hatte. "Tom braucht nicht enttäuscht sein, er ist noch jung und wird wieder solche Gelegenheiten bekommen. Da bin ich sicher. Und das ist ein Super-Ergebnis gewesen. Zumal Klier ein ausgebuffter Fahrer ist."

Klier, Stamsnijder und Roy hatten sich bereits nach rund 30 km vom Hauptfeld abgesetzt und zwischenzeitlich einen Vorsprung von über zehn Minuten herausgefahren. Bei zum Teil sintflutartigen Regenfällen hatte das Peloton dabei kein großes Interesse daran, die in der Gesamtwertung aussichtlos zurückliegenden Ausreißer wieder einzufangen. Diese profitierten dazu noch von einem Massensturz im Feld, der die Verfolger aus dem Rhythmus brachte. Außerdem kam dem Trio das schlechte Wetter mit Regen, Hagel und teilweise starkem Wind entgegen.

Je näher die WM in Stuttgart rückt, desto mehr Titel-Aspiranten scheiden aus: Der Italiener Davide Rebellin (Gerolsteiner) und der Belgier Tom Boonen (Quick Step) waren zur 13. Etappe nicht mehr angetreten. Beide wollen sich in Ruhe auf die Titelkämpfe in Stuttgart vorbereiten. Bereits vier Tage zuvor war der WM-Mitfavorit und dreifache Etappensieger Oscar Freire (Rabobank) ausgestiegen. Auch andere mit Ambitionen im „Regenbogenrennen“ wie Titelverteidiger Paolo Bettini (Quick Step) und Stefan Schumacher (Gerolsteiner) wollen nicht bis Madrid durchfahren.

Am Samstag wartet auf die Fahrer eine mittelschwere Etappe. Auf dem 14. Teilstück über 207 km Puerto von Lumbreras nach Villacarrillo müssen zwei Anstiege der dritten und einer der dritten Kategorie gemeistert werden.

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