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17.09.2007 - (Ra) - Paul Martens (Skil Shimano), eines der großen deutschen Talente, stand im erweiterten deutschen WM-Team, wurde aber am Montag trotz überzeugender Leistungen über die Saison hinweg vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) aus dem Kader gestrichen. Trotz seiner nur schwer verständlichen Nichtberücksichtigung ist der 23-jährige Rostocker weiter motiviert. Bei der am Mittwoch beginnenden 3-Länder-Tour soll ein Etappensieg her.
Wie fällt dein bisheriges Saisonfazit aus?
Martens:Ich bin sehr zufrieden mit meinem diesjährigen Saisonverlauf. Ich habe mich auf allen Gebieten weiterentwickelt und darum kann ich auch positiv in die Zukunft schauen.
Deine starke Saison hat auch das Interesse einiger ProTour-Teams geweckt. Weißt du schon, wo du nächstes Jahr fahren wirst?
Martens:Ich weiß, wo ich nächstes Jahr fahren werde. Allerdings wird das nicht von mir, sondern vom betreffenden Team in den folgenden Tagen publiziert werden.
Als einziger Fahrer eines „zweitklassigen“ Teams hast du zum vorläufigen Aufgebot für die WM gezählt. Nun hat man dich gestrichen. Bist du darüber sehr verärgert?
Martens: Sehr verärgert wäre der falsche Ausdruck. Ich habe, denke ich, die ganze Saison konstante Leistungen gebracht. Nach der Eneco-Tour habe ich mich dann konsequent mit einem harten Trainingsprogramm auf die WM vorbereitet. Leider liegt diese Entscheidung nicht in meinen Händen. Die Funktionäre haben anders entschieden, also fahre ich keine WM. Ich hoffe, dass ein starkes deutsches Team am Start stehen wird, selektiert nach Leistung und nicht nach zwischenmenschlichen Sympathien.
Sportliche Gründe können für deine Nicht-Nominierung keine Rolle gespielt haben. Stecken andere Gründe dahinter?
Martens:Ein WM-Rennen bei den Profis ist 270km lang und sehr von Taktik geprägt, vielleicht wurde mir die lange Distanz noch nicht zugetraut. Ich habe allerdings keine Ahnung, welche weiteren Gründe eine Rolle gespielt haben könnten.
Du fährst ab Mittwoch bei der Drei-Länder-Tour. Was hast du dir vorgenommen?
Martens:Wie bereits erwähnt, habe ich hart trainiert, somit müsste die Form relativ gut. Ich werde auf jeden Fall versuchen, eine Etappe zu gewinnen. Ob ich auf die letzten Kilometer warten werde oder die lange Flucht suche, wird eine spontane Entscheidung werden. Die Nicht-Nominierung hat meine Motivation jedenfalls nicht gebrochen.
Mit Paul Martens sprach Christoph Adamietz
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