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19.09.2007 - (Ra/dpa/sid) - Die gute Vorarbeit seines Milram-Teams konnte Alessandro Petacchi diesmal nicht vollenden. Auf der 17. Vuelte-Etappe über 180 Km von Ciudad Real nach Talavera de la Reina löste sich der Italiener zu spät aus dem Windschatten seines Anfahrers Erik Zabel und ließ sich von seinem Landsmann Daniele Bennati überraschen. Der Lampre-Sprinter, der bereits die Auftaktetappe für sich entschieden hatte, siegte überlegen vor Paolo Bettini (Quick Step) und Petacchi. T-Mobile-Sprinter André Greipel wurde Vierter. Denis Mentschow (Rabobank) verteidigte das Goldtrikot des Gesamtführenden. Der Russe führt weiter mit 2:01 Minuten Vorsprung auf seinen Landsmann Wladimir Efimkin (Caisse d’Epargne) das Klassement an.
Schon nach 17 Kilometern hatten sich die beiden Spanier Jorge Garcia (Relax Gam) und Juan Olmo (Andalucia) vom Feld gelöst und einen Vorsprung von bis zu 5:30 Minuten herausgefahren. Die Teams der Sprinter kontrollierten das Tempo im Feld und machten sich erst auf den letzten 25 Kilometern daran, den Abstand zu den beiden Ausreißern zu verkürzen. Sieben Kilometer vor dem Ziel waren die beiden schließlich eingeholt. Auf den letzten vier Kilometern spannte sich wie erwartet der blaue Milram-Zug vor das Feld, um den Sprint für den zweimaligen Etappensieger Alessandro Petacchi vorzubereiten. Bis rund 200 Meter vor dem Ziel sah alles nach einem dritten Triumph für den 33-jährigen Italiener aus - doch Daniele Bennati überraschte seinen Landsmann mit seinem frühen Antritt und fuhr ungefährdet vor Weltmeister Bettini und Petacchi seinen zweiten Vuelta-Etappensieg ein.
„Ich habe zu lange gewartet und ich muss mich bei meinen Teamkollegen entschuldigen“, ärgerte sich Petacchi im Ziel. „Die Jungs haben heute wieder einen sehr starken Job gemacht und ich hab es vermasselt. Als Bennati angetreten ist, habe ich eine Sekunde zu lange gezögert. Dann war es schon zu spät.“
Eine starke Leistung zeigte André Greipel. Der 25-jährige Rostocker kämpfte sich im Finale noch auf Platz vier vor. Greipels T-Mobile-Team nahm die Etappe nur noch zu fünft in Angriff. Bert Grabsch, der Sieger des Einzelzeitfahrens, und Giuseppe Guerini traten nicht mehr zum Start des 17. Tagesabschnitts an. Beide Fahrer sind nach Auskunft des sportlichen Leiters Brian Holm erkrankt. «Giuseppe konnte schon am Dienstag nur mit 20 Prozent seiner Leistung fahren», bestätigte Holm. Damit musste der Italiener die letzte große Rundfahrt seiner Karriere vorzeitig beenden.
Am Donnerstag kehrt die Vuelta-Karwane in die Bergregionen zurück. Auf den 153,5km zwischen Talavera de la Reina und Avila sind zwei Bergwertungen der ersten und zweiten Kategorie am 1580m hohen Puerto de Mijares und dem Navalmoral (1520) zu bewältigen.
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