Bahn-Olympiasieger Llaneras von Doping-Verdacht freigesprochen

23.11.2001  |  Madrid (dpa) - Rad-Olympiasieger Joan Llaneras und der Italiener Massimo Strazzer sind vom Verdacht des Dopings freigesprochen worden und haben eine Kontroverse um die französische Analysemethode ausgelöst. Der spanische Radsport-Verband forderte den Weltverband UCI auf, die Methode wegen mangelnder Zuverlässigkeit nicht mehr anzuwenden.

Bei dem in Paris entwickelten Verfahren wird über die Urinwerte der Gebrauch von Erythropoetin (EPO) nachgewiesen. Bisher haben als einzige Weltverbände die UCI und der Biathlon-Verband die Methode anerkannt.

Llaneras und Strazzer waren bei der Bahn-WM Ende September aufgefallen. Der fünfmalige Weltmeister aus Spanien hatte in Antwerpen zuvor mit seinem Landsmann Issac Galvez Silber im Zweier- Mannschaftsfahren gewonnen. Wie der spanische Verband in Madrid bekannt gab, lag der Wert der B-Probe jedoch klar unter dem kritischen Wert. Bei Strazzer unterschritt er noch deutlicher das Ergebnis der A-Probe.

«Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass dieses Verfahren nicht zuverlässig ist. Frankreich und die UCI haben sich lächerlich gemacht. Wann wird endlich darüber entschieden?» sagte Fernando Selles, der Technische Direktor des spanischen Verbandes gegenüber der Internet-Ausgabe der Zeitung «As». Llaneras, der bei den Spielen in Sydney Olympia-Gold im Punktefahren gewann, will sich zu dem Fall erst in den kommenden Tagen ausführlicher äußern und erklärte lediglich: «Ich weiß, was ich getan habe und schlafe ruhig.»

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