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21.09.2007 - Köln (dpa/Ra) - Wilhelm Schänzer, Leiter des Instituts für Biochemie in Köln, hält die Untersuchung der Doping-Probe des US-Amerikaners Floyd Landis für korrekt. «Die festgestellten Daten waren ausgezeichnet. Ich habe keinen Anhaltspunkt gefunden, dass schlampig gearbeitet wurde», sagte Schänzer, der als Gutachter an dem Landis-Verfahren beteiligt war. «Ich hätte die Doping-Probe auch als positiv gewertet.»
Der ermittelte unzulässige Testosteron/Epitestosteron-Quotient (T/E-Quotient) bei Landis sei Ergebnis «guter Arbeit» der Kollegen im französischen Doping-Kontrolllabor in Chatenay-Malabry. Die Landis-Verteidigung hatte vor dem US-Schiedsgericht American Arbitration Association (AAA) argumentiert, dass die Untersuchung in dem französischen Labor fehlerhaft gewesen sei. Der Rundfahrt-Spezialist war am Vortag wegen Testosteron-Dopings rückwirkend bis zum 30. Januar 2009 für zwei Jahre gesperrt worden.
Erlaubt ist ein T/E-Quotient von maximal 4:1. Wenn in A- und B- Probe ein höherer Wert festgestellt wird, erfolgt eine aufwendige Analyse per Isotopen-Massenspektrometrie. Bei dem Verfahren lassen sich körperfremde Steroide anhand ihres Kohlenstoff-Isotopen- Verhältnisses zuverlässig aufspüren.
Wie Schänzer berichtete, seien in den vergangenen drei Jahren im Kölner Labor rund 1500 Proben mit erhöhten T/E-Quotienten mit der Isotopen-Analyse untersucht worden. Dabei sei in lediglich rund 60 Fällen eindeutig ein positives Ergebnis festgestellt worden. Denn die körpereigene Produktion von Testosteron könne durchaus zu T/E-Werten von maximal 18 bis 20 führen. Wie im Fall Landis könne mit der Isotopen-Analyse, die erstmals bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta angewandt wurde, aber exakt festgestellt werden, ob das Steroid exogen zugeführt wurde.
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