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Deutsches Team trat geschlossen auf

Holczer: Das ist ein tolles Ergebnis

30.09.2007 - p>(sid/Ra) - Im WM-Straßenrennen zeigte sich die deutsche Mannschaft als funktionierende Einheit. Dabei überzeugte vor allem das Gerolsteiner-Duo Stefan Schumacher und Fabian Wegmann. Der 26-jährige Schumacher feierte als WM-Dritter einen seiner größten Erfolge, verpasste aber 41 Jahre nach dem letzten deutschen Triumph durch Rudi Altig knapp den erhofften Heimsieg.

"Das Rennen war unheimlich schwer, und Bettini war letztlich der Stärkste. Trotzdem bin ich froh, eine Medaille gewonnen zu haben", sagte Schumacher. Auch sein sportlicher Leiter Hans-Michael Holczer freute sich über den Erfolg. "Das ist ein tolles Ergebnis. Die Jungs haben sich als echtes Team präsentiert und nicht - wie schon geunkt wurde - als zerstrittener Haufen", so der Gerolsteiner-Teamchef, der in Stuttgart die Verantwortung für die deutsche Mannschaft hatte. Dass Bettini trotz der nicht unterschriebenen Ehrenerklärung gegen Doping starten durfte, wollte Holczer nicht kommentieren: "Ich gratuliere ihm einfach nur."

Die Fünfergruppe hatte sich sechs Kilometer vor dem Ziel von zehn ursprünglichen Mitstreitern gelöst und das Finale unter sich ausgemacht. Als einer der ersten Verfolger erreichte der ebenfalls glänzend aufgelegte Freiburger Fabian Wegmann das Ziel. Der deutsche Co-Kapitän Erik Zabel, um dessen WM-Start es ebenfalls heftige Diskussionen gegeben hatte, kam mit dem Hauptfeld an. "Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Vorne haben Stefan und Fabian mitgemischt und ich war auf einen möglichen Sprint vorbereitet. Der dritte Platz ist ein schöner Erfolg", sagte Zabel, der im Vorjahr WM-Zweiter geworden war.

Das Rennen war in die entscheidende Phase gegangen, als es zum letzten Mal den 13-prozentigen Anstieg am Herdweg hinauf ging. Dort hatten sich Wegmann und Schumacher sowie elf weitere Fahrer aus dem Hauptfeld gelöst und zu dem bis dahin führenden Duo Kolobnew und Davide Rebellin (Italien) aufgeschlossen. Mit Bettini und Schumacher konnten zumindest zwei der zahlreichen Mitfavoriten die Erwartungen erfüllen.

Die größte Gefahr für die Favoriten war zwischenzeitlich von einer 25-köfigen Spitzengruppe ausgegangen, die sich zu Beginn der achten Runde formiert hatte. Die Ausreißer, unter denen sich mit Jens Voigt (Berlin) und Marcus Burghardt (Auenstein) auch zwei Deutsche befanden, konnten ihren Vorsprung auf bis zu 2:30 Minuten ausbauen, ehe das Hauptfeld wieder näher kam. Dreieinhalb Runden vor dem Ziel war der Fluchtversuch beendet.

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