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05.10.2007 - (Ra) – Für Jean Pitallier, den Präsident des französischen Radsportverbands FFC, stellt Korruption innerhalb des Weltradsportverbands UCI eine größere Gefahr für den Radsport dar als die Dopingproblematik. Wie das Internetportal cyclingnews berichtet, wählte der 70 Jahre alte Franzose vergangene Woche beim UCI-Kongress am Rand der Rad-WM deutliche Worte, um auf seiner Auffassung nach „betrügerische Praktiken“ innerhalb der UCI hinzuweisen.
„Wenn Doping eine reale Gefahr für unseren Sport darstellt“, so Pitallier, „dann werden wir noch von größeren Gefahren bedroht.“ Der FFC-Präsident kritisierte unter anderem, dass der ehemalige UCI-Chef Hein Verbruggen hinter den Kulissen immer noch die Fäden ziehe und wies darauf hin, dass Geschäftemacherei und Korruption auch mit der Dopingproblematik verbunden seien. „Ich persönlich“, so Pitallier weiter, „habe die größten Bedenken, wie die ProTour durch die UCI durchgesetzt und organisiert wurde.“
Der französische Verband unterstützt ebenso wie andere Radsportverbände die Tour-Veranstalterin ASO in ihrer Auseinandersetzung gegen die UCI in Sachen ProTour. UCI-Präsident Pat McQuaid warf diesen Verbänden beim UCI-Kongress dagegen „Insubordiantion“ vor und forderte stattdessen Einigkeit, um ungerechtfertigte Angriffe gegen den Radsport verhindern zu können. „Die UCI ist eine demokratische Institution und jeder hat das Recht seine abweichende Meinung zu äußern“, so McQuaid. „Aber viel zu oft wird dieses Recht verdreht zu einem Akt des Ungehorsams. Das hat Konsequenzen für die Stabilität unserer gesamten Bewegung. Deshalb kann Insubordination nicht geduldet werden“, sagte der UCI-Präsident.
Quelle: cyclingnews.com
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