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"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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16.10.2007 - (dpa/sid/Ra) - Danilo Di Luca ist von der Anti-Doping-Kommission des Nationalen Olympischen Komitees CONI für drei Monate gesperrt worden. Der 31-jährige Italiener muss somit bis zum 15. Januar 2008 pausieren, ist aber rechtzeitig zum Saisonbeginn wieder startberechtigt.
Kurz vor dem Ende der Straßensaison handelt es sich jedoch eher um eine "Alibi-Strafe". Der Giro-Sieger verpasst lediglich die Lombardei-Rundfahrt am Wochenende. Dort läuft er allerdings Gefahr, die Führung in der Gesamtwertung der ProTour noch an den Australier Cadel Evans zu verlieren.
"Ich akzeptiere das Urteil, auch wenn ich mich unfair behandelt fühle und enttäuscht bin", sagte Di Luca. Ankläger Ettore Torri hatte vier Monate Sperre beantragt. Di Luca wurden Kontakte aus dem Jahr 2004 zum Mediziner Carlo Santuccione zum Verhängnis, einem Verbindungsmann des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes. Abgehörte Telefongespräche und Videoaufnahmen hatten den Verdacht gegen Di Luca erhärtet. Ein Dopingvergehen konnte dem Liquigas-Kapitän aber nicht nachgewiesen werden, wohl aber ein Verstoß gegen das Reglement, da. Santuccione wegen Dopingvergehens bereits verurteilt worden war.
«Ich werde meinen Weg weitergehen und bin von meiner Unschuld absolut überzeugt», betonte Di Luca. Santuccione sei immer schon der Hausarzt seiner Familie gewesen. Deshalb habe er ihn konsultiert. Die seit langem kursierenden Dopinggerüchte wies er zum wiederholten Mal zurück. Torr, Chef der CONI-Antidopingkommission, hegt den Verdacht, dass Di Luca bei seinem Giro-Sieg gedopt gewesen sein könnte. Italienischen Medienberichten zufolge wurden bei den Dopingkontrollen Di Lucas außergewöhnliche Werte ermittelt, die jedoch zunächst nicht als Dopingbeweis herangezogen werden konnten. Torri lässt derzeit mit Di Lucas Zustimmung die Dopingtests erneut analysieren.
Auslöser für die jetzige Verurteilung durch das CONI waren die Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft. Diese hatte bei ihrer Aktion «Oil for Drugs» verdächtigte Ärzte und Sportbetreuer sowie internationale Dopinghändler ins Visier genommen und dabei eher zufällig Di Lucas Patientenbesuch bei Santuccione gefilmt. Das daraufhin gegen den Giro-Sieger eröffnete Doping-Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.
Wegen der eingeleiteten Ermittlungen hatte Di Luca bereits nicht bei der Straßen-WM in Stuttgart starten dürfen. Im Frühjahr hatte er unter anderem den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen.Philipp Ries: Ich habe das Bestmögliche rausgeholt (25.06.2008)
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