Profi-Radsport

Teamsprecher: Neuen Weg weiter gehen

T-Mobile-Team dementiert Ausstiegsgerüchte

05.11.2007 - Berlin/Bonn (dpa/Ra) - Der Geldgeber T-Mobile schweigt weiter. Teamsprecher Stefan Wagner hat dagegen Gerüchte über einen möglicherweise geplanten Ausstieg des Konzerns aus seinem Radsport- Engagement dementiert.

«Ich kann in keiner Weise die Vermutung bestätigen, dass der Sponsor aussteigen will», sagte Wagner der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Wir haben Ende 2006 dramatische Änderungen herbeigeführt und einen neuen Weg beschritten, den wir weiter verfolgen», sagte er.

Nach den umfassenden Aussagen des Ex-T-Mobile-Profis aus Fulda war spekuliert worden, dass der Kommunikations-Konzern aus dem Doping belasteten Profi-Radsport vorzeitig aussteigen will, obwohl im August eine Verlängerung der Finanzierung bis 2010 postuliert wurde. T- Mobile investiert in sein im Moment 29 Fahrer umfassendes Team unter Manager Bob Stapleton, der 2007 ein striktes Anti-Doping-Programm installierte, pro Saison rund zehn Millionen Euro.

Nach der Sinkewitz-Beichte ist davon auszugehen, dass zumindest 2006 weitere Profis, die im Team fahren, Profiteure eines teaminternen Doping-Systems waren. Der Doping-Experte Franke riet der Teamleitung den Gang zur Staatsanwaltschaft Bonn zur gemeinschaftlichen Aussage an: «Alle sollen endlich die Hosen runterlassen.»

Der einstige deutsche Vorzeige-Rennstall mit der früheren Galionsfigur Jan Ullrich hat in diesem Jahr drei Profis fristlos entlassen: Sinkewitz wegen nachgewiesenen Testosteron-Dopings, Sergej Gontschar (Ukraine) wegen auffälliger Blutwerte, die interne Untersuchungen erbrachten, und den Italiener Lorenzo Bernucci, der den jahrelangen Gebrauch von Appetitzüglern zugegeben hat.

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