Die Radsport aktiv Top 100

Platz 89: Michael Rogers (T-Mobile)

07.11.2007  |  (Ra) - Wer war der stärkste und konstanteste Radprofi im Jahr 2007? Radsport aktiv hat alle wichtigen UCI-Rennen ausgewertet. Berücksichtigt wurden ProTour, HorsCategorie und die Kategorien 1.1 beziehungsweise 2.1. Für jedes Eintagesrennen, für jede Etappe und die Gesamtwertung einer Rundfahrt haben wir nach eigenem Punkteschema (siehe Link unten) Zähler vergeben. Radsport aktiv präsentiert die Top 100 des Jahres 2007:

Platz 89: Michael Rogers (T-Mobile), 236 Punkte:

Der Saisonhöhepunkt endete für Michael Rogers ebenso abrupt wie enttäuschend. Mit großen Ambitionen und guter Form in die Tour de France gestartet, musste der T-Mobile-Kapitän die Rundfahrt nach einem Sturz auf der achten Etappe vorzeitig beenden. Diagnose: Schlüsselbeinbruch.

Dennoch konnte Rogers in der abgelaufenen Saison einige Erfolgsmomente genießen, auch wenn es zu keinem Sieg reichte. Die Kalifornien-Rundfahrt, bei der der 27-jährige Australier sein Saisondebüt gab, beendete er auf Rang sieben, die Settimana Internationale Coppa e Bartoli auf Rang vier.

Gleich zwei Mal schrammte Rogers bei der Katalonien-Rundfahrt Mitte Mai am Sieg vorbei. Die vierte Etappe beendete er auf Rang zwei und legte damit den Grundstein zu einem starken Abschneiden in der Gesamtwertung. Dort musste sich der dreifache Zeitfahrweltmeister nur dem Russen Vladimir Karpets (Caisse d`Epargne) geschlagen geben.

Nach der Tour kam Rogers wieder recht schnell in Tritt. Sein Comeback feierte er bei der Regio-Tour und schloss das Etappenrennen durch die deutsch-französisch-schweizerische Grenzregion als Vierter ab. Das WM-Zeitfahren Ende September, bei dem er zu den Medaillenkandidaten gezählt hätte, ließ Rogers ausfallen. Mit gutem Grund: Seine Frau erwartete zu diesem Zeitpunkt Zwillinge.

Prognose: Michael Rogers kommt ins beste Rundfahreralter. Dem Australier ist im nächsten Jahr eine Spitzenplatzierung bei der Tour durchaus zuzutrauen. Allerdings muss man abwarten, wie es mit dem T-Mobile-Kapitän weitergeht. Nach dem Dopinggeständnis seines ehemaligen Teamkollegen Patrik Sinkewitz ist auch Rogers in Verruf geraten. Der weist alle Schuld von sich und wird dabei von der Teamleitung unterstützt - noch.

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