Münchner Sechstagerennen

Zabel/Lampater gehen in Führung

10.11.2007  |  (sid) - Nach der zweiten Nacht des 44. Münchner Sechstagerennens hat Sprinterkönig Erik Zabel (Unna) mit seinem Partner Leif Lampater (Schwaikheim) die Führung übernommen. Das Duo liegt als einziges Team noch in der "Nullrunde" und hat bereits 105 Zähler gesammelt. Auf die gleiche Punktezahl kommen die Zweitplatzierten Robert Bartko/Iljo Keisse (Potsdam/Belgien) - sie haben allerdings ebenso eine Runde Rückstand auf das Spitzenduo wie die Dritten, die Doppelweltmeister und Dortmund-Sieger Franco Marvulli/Bruno Risi aus der Schweiz (104 Punkte).

Zabel und Lampater hatten nach der ersten Nacht nur einen knappen Rückstand auf Marvulli und Risi und eroberten schon zu Beginn des zweiten Abends die Spitzenposition. Neben den Schweizern rechnen sich aber auch die Zweiten Bartko und Keisse noch Chancen auf den Sieg aus. "Nach sechs Tagen möchte ich zumindest auf dem Treppchen stehen. In den beiden vergangenen Jahren ist mir das krankheitsbedingt in München leider nicht geglückt", sagte Bartko.

Zuschauerzuspruch rückläufig

Sorgen ganz anderer Art haben die Veranstalter. Der Zuspruch der Fans war zum Auftakt recht gering. "Wir haben Angst, dass die Dopingsache alles überlagern wird. Mir wird ganz übel, wenn ich an die nächsten Tage denke", gab Olympiapark-Chef Wilfried Spronk zu. Den 30 Fahrern hatte er schon vor Rennbeginn eingeimpft: "Ich will hier nichts Verbotenes sehen! Es geht um Eure Zukunft."

Die Veranstalter haben den Anti-Doping-Kampf aufgenommen: Statt wie bisher an nur einem werden die Fahrer nun immerhin an zwei Tagen kontrolliert. Zudem wurde das Thema Doping in die Verträge mit den Startern aufgenommen, Sünder verlieren aller Voraussicht nach ihre Gage. Die Profis haben dafür Verständnis. "Wir brauchen uns nichts vorzumachen. Negativschlagzeilen können wir uns nicht mehr leisten", sagte Zabel-Partner Lampater.

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