Münchner Sixdays schreiben Verluste

Risi/Marvulli verdrängen Zabel/Lampater von der Spitze

13.11.2007  |  (sid) - Beim 44. Münchner Sechstagerennen ist erneut ein spannendes Finale programmiert. Trotzdem ist die Fortführung der traditionsreichen Veranstaltung in den kommenden Jahren gefährdet. Während die Dortmund-Sieger Bruno Risi und Franco Marvulli (Schweiz) nach der fünften Nacht wieder die Gelben Trikots der Führenden überstreifen durften, stellte Olympiapark-Chef Wilfried Spronk das Rennen unter dem Zeltdach grundsätzlich zur Disposition.

Aufgrund des geringen Zuschauerzuspruchs werden die Sixdays wohl Verluste schreiben, sagte Spronk der Münchner Abendzeitung: "Wir werden nach dem Ende auch mit dem Veranstalter darüber beraten müssen, wie es weitergehen kann. Wenn die Leute keine Sixdays mehr wollen, werden wir ihnen keine mehr bieten."

Spronk: "Radsport in einer Krise"

Der Radsport stecke insgesamt "in einer Krise", das bekäme nun auch das Sechstagerennen zu spüren, ergänzte Spronk. Zwar hielten die Sponsoren der Veranstaltung durch die Bank die Treue, die Fans aber wendeten sich ab. "Vielleicht sind wir zu aalglatt, zu clean", sagte Spronk mit Blick auf das - im Vergleich zu früheren Jahren jugendfreie - Rahmenprogramm.

Unbeeindruckt von der Krise fuhren die Doppelweltmeister Risi und Marvulli am Montagabend ein starkes Rennen und lösten die bis dahin führenden Erik Zabel (Unna) und Leif Lampater (Schwaikheim) als Spitzenreiter ab. Beide Teams liegen als einzige noch in der "Nullrunde", Risi/Marvulli haben aber 19 Punkte Vorsprung. Auf Rang drei haben Robert Bartko und Iljo Keisse (Potsdam/Belgien) mit nur einer Runde Rückstand ebenfalls noch Siegchancen.

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