"Meine Träume sind gestorben"

Raisin: Ärzte verbieten Rückkehr in den Radsport

23.11.2007  |  (Ra) – Der US-Amerikaner Saul Raisin muss seine Hoffnungen auf ein Comeback im Profi-Radsport aufgeben. „Meine Träume, wieder ein professioneller Radfahrer zu werden, sind gestorben“, schreibt der ehemalige Credit-Agricole-Fahrer auf seiner Website. Die französische Equipe hatte am Donnerstag nach der Analyse ausgiebiger Gesundheitstests gemeldet, dass sie Raisin zu dessen eigener Sicherheit die Rückkehr in den Wettkampfbetrieb nicht mehr erlauben würde.

„Mein Teamchef Roger Legeay hatte meine Eltern am Tag zuvor angerufen um ihnen zu sagen, dass die Teamärzte mir keine Rennerlaubnis mehr geben würden“, so Raisin. „Meine neuropsychologischen Tests fielen sehr gut aus, aber die Ärzte sagten, dass es zu gefährlich wäre, sollte ich bei einem Sturz wieder auf meinen Kopf fallen. Es fällt mir schwer, zu akzeptieren, dass 13 Jahre harten Trainings jetzt vorbei sind.“

Saul Raisin hatte sich im April 2006 bei einem Sturz während Sarthe-Rundfahrt lebensgefährliche Kopfverletzungen zugezogen und lag eine Woche im Koma. Obwohl seine linke Körperhälfte zunächst gelähmt war und die Ärzte bleibende Schäden befürchteten, erholte sich der 24-Jährige wieder vollständig von seinen Verletzungen und kann mittlerweile wieder ein normales Leben führen. Raisin, der als eines der größten amerikanischen Talente der letzten Jahre galt, startete sogar bei den US-Zeitfahrmeisterschaften im September 2007. Es wird das letzte Rennen in seiner Profikarriere gewesen sein.

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