Profi-Radsport

Fall Sinkewitz

Weibel will Stellungnahme "umgehend" abgeben

26.11.2007 - (sid/Ra) - Der ehemalige Bundestrainer Peter Weibel will die vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) geforderte Stellungnahme zum Fall Sinkewitz "umgehend" abgeben. Der 57-jährige Weibel hatte vor drei Wochen seinen dritten Herzinfarkt erlitten und wird in dieser Woche aus der Reha entlassen.

Zudem will sich Weibel gegen die von Patrik Sinkewitz erhobenen Vorwürfe wehren. Der frühere Bundestrainer kündigte rechtliche Schritte gegen den wegen Dopings gesperrten Patrik Sinkewitz an, der ihn in der "Süddeutschen Zeitung" der Beihilfe zum Epo-Doping beschuldigt hatte. Er werde dies nicht auf sich sitzen lassen, sagte der 57-Jährige dem "Mannheimer Morgen".

Weibel gab zu, während der Straßen-WM 2000 auch bei Sinkewitz dessen Hämatrokritwerte regelmäßig kontrolliert zu haben. Dies sei aber eine reine Vorsichtsmaßnahme zur "Sicherheit der Rennfahrer" gewesen: "Die Messungen waren obligatorisch, weil der Wert durch das vorangegangene Höhentraining anstieg."

Weibel war am 31. Mai wegen anderer Dopingvorwürfe vom BDR suspendiert und vom Amt des U23-Bundestrainers entbunden worden war.

Live-Ticker