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27.11.2007 - Berlin (dpa/ra) - Das Astana-Team hat nach den Dopingfällen dieses Jahres ein strenges Anti-Doping-Programm angekündigt und dafür den renommierten dänischen Mediziner Rasmus Damsgaard verpflichtet. Dies teilte der neue Teammanager Johan Bruyneel mit.
Der Arzt aus Kopenhagen ist bereits für den dänischen CSC-Rennstall tätig, dessen Kurs trotz der Dopingvergangenheit von Teamchef Bjarne Riis als wegweisend gilt. Astana will nach eigenen Angaben 300.000 Euro für sein Programm ausgeben, positive Tests sollen die gleichen Sanktionen zur Folge haben wie jene durch den Rad-Weltverband UCI.
«Null Toleranz ist das Minimum. Wir wollen sogar noch weiter gehen», sagte Bruyneel. «Wenn wir weiterhin Aktionen dulden, wie wir sie in den vergangenen Jahren gesehen haben, werden wir nur Sponsoren aus unserem Sport verjagen», erklärte der Belgier, der vom Team Discovery Channel zu Astana wechselte, wo auch Andreas Klöden unter Vertrag steht.
Bruyneel, unter dessen Regie Lance Armstrong sieben Mal die Tour de France gewann, will Damsgaard freie Hand lassen. Unangekündigte Kontrollen auch bei den Fahrern zu Hause seien gewünscht. «Das wird uns viel kosten, aber es ist der einzige Weg, der Welt zu beweisen, dass wir eine saubere Mannschaft haben und wirklich ein sauberer Radsport existiert. Ich weiß nicht, was wir sonst noch tun können», sagte Bruyneel.
Astana war im vergangenen Jahr durch mehrere Dopingfälle in die Schlagzeilen geraten. Nach einem positiven Test beim damaligen Kapitän Alexander Winokurow hatte die Mannschaft die Tour de France verlassen müssen. Zuletzt war bekanntgeworden, dass die momentan bei Astana beschäftigten Profis seit September kein Gehalt mehr bekommen haben. Im kommenden Jahr wird auch der spanische Tour-Sieger Alberto Contador für Astana fahren.
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