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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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29.11.2007 - Hamburg (dpa) - Die Zukunft der Deutschland-Tour ist gesichert. Trotz des angekündigten Ausstiegs der Deutschen Telekom AG aus dem Profi-Radsport wird das einzige deutsche ProTour-Rennen auch 2008 stattfinden.
«Wir planen diese Veranstaltung langfristig. Wir organisieren das nicht als Eintagsfliege», kündigte Deutschland-Tour- Sprecher Reinald Achilles an. Zuvor hatte die ARD zugesagt, auch im kommenden Jahr die rund 1200 Kilometer lange Rundfahrt zwischen dem 29. August und dem 6. September zu übertragen, wenn «sie überhaupt stattfindet».
Doch zumindest den Verlust des bisherigen Hauptsponsors T-Mobile müssen die Organisatoren der D-Tour verkraften. Der Bonner Kommunikationskonzern hat zwar noch für 2008 einen Vertrag. Allerdings ist anzunehmen, dass dieser mit einer Ausstiegsklausel versehen ist. «Sowohl für dieses Engagement als auch für unsere breitensportlichen Aktivitäten sind wir gerade dabei, das so abzufedern, damit es nicht die mit voller Wucht trifft, die nichts dafür können», sagte T-Mobile-Kommunikationschef Christian Frommert der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Der Rückzug werde jedoch nicht «Knall auf Fall» passieren: «Wir werden schauen, dass wir eine Kompensationslösung finden und uns dann sukzessive zurückziehen.» Das Marketing-Paket soll dem Vernehmen nach bei rund einer halben Million Euro liegen. Denkbar ist, dass T-Mobile einen gewissen Entschädigungsbetrag bezahlen sowie sich um die Bereitstellung des Pressezentrums kümmern wird. Die Farbe Magenta wird allerdings bei der Deutschland-Tour nicht mehr zu sehen sein.
Der Ausstieg der Telekom aus dem Sponsoring des T-Mobile-Teams sei bedauerlich, aber für die Deutschland-Tour nicht existenzbedrohend, erklärte die Hamburger Agentur Upsolut, die das Rennen organisiert. Welche Folgen der Ausstieg auf die Vertragsbeziehungen der Telekom zur Deutschland-Tour habe, wolle man in den kommenden Tagen mit dem Partner T-Mobile besprechen.
Große Hoffnungen verbindet die Agentur mit der Zusage des ARD- Intendanten Fritz Raff, trotz der jüngsten Doping-Enthüllungen durch Patrik Sinkewitz live von der Deutschland-Tour berichten zu wollen: «Wir sehen diese Entscheidung als Bestätigung für die ernsthaften Bemühungen des Radsports, den notwendigen Reinigungsprozess einzuleiten.» Zudem habe der Weltverband UCI seine Anstrengungen im Anti-Doping-Kampf intensiviert, «um die Veranstalter und deren Partner - und somit auch die ARD - zukünftig besser zu schützen».
Doch nach Ansicht von T-Mobile wird der Radsport die Doping- Problematik auch in den kommenden Jahren nicht in den Griff bekommen. Noch am 9. August dieses Jahres hatte Frommert die Fortsetzung des am 7. Dezember 2006 beschlossenen Sponsoring-Engagements bis Ende 2010 mit den Worten begründet: «Wer verändern will, darf nicht weglaufen.» Nach der chaotischen Rad-WM in Stuttgart und dem Fall Sinkewitz sagt er nun: «Wir sind nicht weggelaufen, aber wir konnten auch nichts verändern in diesem Mikrokosmos Radsport.»
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