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09.12.2007 - Berlin (dpa/Ra) - Der als Doper während der vergangenen Tour de France entlarvte und inzwischen zurückgetretene Alexander Winokurow sieht den Radsport zu Unrecht an den Pranger gestellt. «Ich glaube nicht, dass es im Radsport dreckiger zugeht als in anderen Sportarten. Wo sind die anderen - wo Tennis, Fußball?», fragte Winokurow in Anspielung auf die Liste der Kunden des Doping-Arztes Eufemiano Fuentes, die bei Bekanntwerden vor der Tour 2006 annähernd 200 Namen umfasste. Es wurden aber nur die Namen von rund 50 Radprofis genannt.
Laut Winokurow, der des Fremdblut-Dopings überführt wurde, gelten die bisher nicht genannten, möglichen weiteren Kunden des umstrittenen Gynäkologen aus Madrid als «Unberührbare». Über diese Aussagen Winokurows berichtete am Wochenende der Internetanbieter «cyclingnews».
Der frühere T-Mobile-Fahrer, dessen Dopingfall bei der vergangenen Tour zum Ausstieg seines damaligen Astana-Teams zur Folge gehabt hatte, hatte am 7. Dezember seinen «unwiderruflichen» Rücktritt erklärt. Zuvor hatte ihn sein Landesverband zu lediglich einem Jahr Sperre verurteilt, so dass der 34-Jährige theoretisch an den Olympischen Spielen in Peking hätte teilnehmen können. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney war Winokurow hinter seinem Freund Jan Ullrich und vor Andreas Klöden Zweiter geworden.
Winokurow kündigte an, seine «Unschuld» beweisen zu wollen und seine «Ehre wieder herzustellen», auch in möglichen Verfahren gegen die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA oder den Weltverband UCI. Es ist damit zu rechnen, dass die UCI die ausgesprochene Sperre gegen Winokurow unabhängig von seinem erklärten Rücktritt nicht anerkennt und möglicherweise den Internationalen Sportgerichtshof CAS anruft.
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