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12.12.2007 - Hamburg (dpas) - Der nach seiner Doping-Beichte gesperrte Jörg Jaksche sucht nach Alternativen, falls er als Fahrer kein neues Team mehr finden sollte. In einem Interview mit dem Hamburger Magazin «stern» sagte der 31-Jährige, falls er keine neue Anstellung als Fahrer bekomme, könne er sich einen Job als Teamchef vorstellen. «Ich würde gern ein eigenes Team aufmachen. Selbst der Chef einer Mannschaft sein, in der nur Jungs fahren, die einen echten Neuanfang wollen. Das heißt: Sie müssten ihre Dopingvergangenheit schonungslos offen legen und sich strengen internen Kontrollen unterziehen.»
Den Heidelberger Dopingkritiker und Molekularbiologen Werner Franke bringt Jaksche, der seit seinem Dopinggeständnis im Juni dieses Jahres arbeitslos ist, als Leiter der medizinischen Abteilung ins Spiel: «Der soll dann mal ein richtig hartes Kontrollprogramm aufstellen, das den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft entspricht - ich bin ja zehn Jahre negativ getestet worden, aber zehn Jahre gedopt gewesen.»
Jaksche bemüht sich seit Monaten vergeblich um einen neuen Job. Grund dafür sei «die Verlogenheit des Radsports». Jaksche, gegen den die Staatsanwaltschaft Ansbach die strafrechtlichen Ermittlungen eingestellt hat, erklärte im «stern»: «Die Manager, die heute sagen: Der Jaksche darf nicht mehr fahren, der hat hier nichts zu suchen als Kronzeuge, das sind zum Teil dieselben, die mir vor ein paar Jahren persönlich das Epo gebracht haben. Die haben mir gezeigt, wie man betrügt. Dich kriminalisieren Leute, die genauso viel Dreck am Stecken haben oder eher noch mehr."
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